Antonio Machado: Leben, Werk und Einfluss auf die spanische Literatur
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Antonio Machado: Ein Überblick über sein Leben und Werk
Biografie von Antonio Machado
Antonio Machado, ein prominenter Vertreter der Generation von 1898, erlebte ein Leben, das in drei Phasen unterteilt werden kann:
Frühe Jahre (1875-1907)
Machados Kindheit und Jugend verbrachte er in Sevilla und Madrid. Seine prägenden Jahre erlebte er an der Freien Bildungsstätte. Nach dem Tod seines Vaters (1893) und seines Großvaters (1895) begann er zusammen mit seinem Bruder Manuel bei der Zeitschrift La Caricatura zu arbeiten, wo er Theaterkritiken schrieb und das tägliche Leben dokumentierte. Er unternahm zwei Reisen nach Frankreich (1899 und 1902), bei der zweiten lernte er Rubén Darío kennen.
Soria und Baeza (1907-1919)
In dieser Phase lebte Machado in Soria und Baeza. In Soria arbeitete er als Lehrer und heiratete Leonor Izquierdo, die jedoch 1912 an Tuberkulose starb. Der Verlust seiner Frau machte ihm das Leben in Soria unerträglich, und er beantragte eine Versetzung nach Baeza, wo sich seine soziale Sensibilität verstärkte.
Letzte Jahre (1919-1939)
1919 zog Machado nach Segovia, wo er in die Königlich Spanische Akademie aufgenommen wurde und Pilar Valderrama kennenlernte. Mit der Ausrufung der Republik und der Schaffung neuer Institute (1931) zog er nach Madrid. 1936, mit Ausbruch des Bürgerkriegs, ging er nach Rocafort (Valencia). 1938 zog er nach Barcelona, bis die Stadt 1939 von Franco eingenommen wurde. Antonio Machado, sein Bruder José und seine Mutter überquerten die Grenze und flüchteten nach Collioure, wo er 1939 starb, zwei Tage vor seiner Mutter.
Sein Bruder José fand ein zerknülltes Papier in seiner Tasche, auf dem stand:
"Diese Tage der Sonne, blau und Kindheit."
Antonio Machado hinterließ eine Spur von Güte, Toleranz und tiefer Menschlichkeit.
Literarisches Werk
Soledades (1903/1907)
Soledades wurde erstmals 1902 veröffentlicht (datiert 1903) und 1907 überarbeitet. Die auffälligsten Merkmale des Modernismus in diesem Werk sind die Metrik und der Rhythmus. Die Symbolik ist eines der charakteristischsten Merkmale des Modernismus bei Machado.
Campos de Castilla (1912/1917)
Dieses Buch wurde erstmals 1912 veröffentlicht und 1917 um neue Gedichte erweitert. Es behandelt drei Hauptthemen:
- Das Thema Spanien: Gedichte, die eine soziohistorische Reflexion und bittere Reue ausdrücken.
- Gedichte, die von der Krankheit und dem Tod Leonors inspiriert sind.
- Sprüche und Lieder: Sehr kurze, entpersonalisierte Gedichte, die Einblicke in Machados religiösen Geist gewähren.
Nuevas Canciones (und andere Gedichte)
In dieser Zeit widmete sich Machado verstärkt der Prosa und dem Drama und weniger der Poesie. Die bedeutendsten Gedichte aus dieser Zeit sind neunzehn Sonette. Basierend auf Nuevas Canciones wurden seine restlichen Gedichte nicht unter einem neuen Titel zusammengefasst, sondern erschienen manchmal zwischen Prosatexten und manchmal als Vorbereitung für verschiedene persönliche Gründe.