Antonio Machado: Leben und Werk des spanischen Dichters

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Antonio Machado: Leben und Werk

Antonio Machado wurde im Jahr 1875 in Sevilla geboren. Nach seinem Umzug nach Madrid studierte er an der Institución Libre de Enseñanza. In Paris lernte er Rubén Darío kennen. Im Jahr 1907 wurde er Professor für Französisch in Soria, wo er Leonor Izquierdo heiratete, ein Mädchen von sechzehn Jahren, das jedoch kurz darauf verstarb. Er zog später nach Baeza und anschließend nach Segovia und Madrid. Als Befürworter der legalen Regierung der Volksfront und Anhänger der Republik ging er 1939 ins Exil und starb in Collioure (Frankreich), kurz nachdem er die Grenze überquert hatte.

Das dichterische Schaffen

Sein dichterisches Schaffen wird durch verschiedene Lebensereignisse geprägt, die sich darin widerspiegeln:

  • Nach seiner Reise nach Paris, wo er Rubén Darío traf, veröffentlichte er Soledades (1903), das er später zu Soledades, Galerías y otros poemas (1907) überarbeitete. Es handelt sich um eine intim-modernistische Poesie, die durch Symbole wie den Schlaf oder die Quelle Gefühle von Traurigkeit und Einsamkeit vermittelt, in dem Versuch, zu sich selbst zu finden.
  • Sein Wechsel nach Soria als Lehrer war von transzendentaler Bedeutung für sein Leben. Dort traf er seine spätere Frau Leonor Izquierdo, die dort drei Jahre später verstarb, und erforschte die Seele von Kastilien. In dieser Zeit schrieb er Campos de Castilla (1912), sein Hauptwerk. Darin erscheint die sorianische Landschaft in einer Form der Poesie, die eine doppelte Lesart ermöglicht: die beschreibenden (denotativen) Teile, welche die kastilische Landschaft hervorheben, und die intimen (konnotativen) Aspekte, die Emotionen vermitteln, welche in diesen Landschaften erlebt wurden.
  • Später, in Nuevas canciones (1926), das auch Proverbios y cantares enthält, bietet er Reflexionen über Themen wie Zeit, Wirklichkeit und Traum, das Leben als Reise, Gott und die Wahrheit an. Seine letzten Gedichte sind die Canciones a Guiomar (einer neuen Liebe gewidmet) sowie die Poesie des Krieges.

Zentrale Themen und Symbolik

Mit seinen Gedichten verfolgt Machado eine doppelte Aufgabe: das Wesen der Dinge zu erfassen (das Geheimnis der Welt und des Menschen) und den Lauf der Zeit (den Fluss des Lebens) zum Ausdruck zu bringen. Die zentralen Themen, die in seinem Werk immer wiederkehren, sind das persönliche Schicksal, die Liebe und die Landschaft. Sie finden sich in Motiven wie Zeit, Tod, Schlaf oder der Suche nach Gott wieder. Machado drückt sich durch Symbole aus: Wasser, Strom, Fluss und Meer beziehen sich auf den Lauf der Zeit; der Weg symbolisiert das Leben als Suche; der Nachmittag steht für Melancholie und Nostalgie.

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