Arbeiterbewegung im 19. Jahrhundert: Ursachen und Ideologien

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Die Arbeiterbewegung im 19. Jahrhundert

Der wirtschaftliche Liberalismus des neunzehnten Jahrhunderts drehte sich um die industrielle Bourgeoisie und ihre Fähigkeit, die Arbeitswelt zu kontrollieren, insbesondere in Abwesenheit staatlicher Gesetzgebung.

Harte Bedingungen: lange Arbeitszeiten, mangelnde Sicherheit und Hygiene am Arbeitsplatz, Missbrauch von Kinderarbeit, niedrige Löhne, Entlassungen; die Arbeiter waren nicht in der Lage, sich zu vernetzen, um ihre Rechte zu verteidigen.

Quelle: Großbritannien

Entstehung: Frühe Bewegungen in Großbritannien

  1. Entstehen von Verbänden: die Bildung von Arbeitervereinen, z. B. Workers' Associations.
  2. Luddismus: eine maschinenstürmische Bewegung, die sich gegen die negativen sozialen Folgen der Industrialisierung richtete.
  3. Chartismus: Bewegung um die People's Charter (die "Charta des Volkes"), die politische Reformen forderte.
  4. Erste Gewerkschaften (Trade Unions): gegründet, um bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne zu erreichen; viele Aktivisten wurden verfolgt und inhaftiert.
  5. Utopischer Sozialismus: eine ideologische Bewegung, die teilweise reformistische oder revolutionäre Maßnahmen zur gesellschaftlichen Veränderung vorschlug.

Entwicklung: Maßnahmen der Arbeiter zur Zielerreichung

  1. Gewerkschaften gegründet: Eine Gewerkschaft ist eine Organisation von Arbeitnehmern, die Verhandlungen mit Arbeitgebern führt und Arbeitsrechte vertritt.
  2. Streiks: als Druckmittel, wenn Verhandlungen scheiterten.
  3. Ausbreitung politischer Ideologien: politische Parteien verbreiteten Ideologien (z. B. Marxisten und Anarchisten) im Kampf gegen den Kapitalismus.
  4. Internationale Partnerschaften: Vernetzung über Grenzen hinweg, um gleiche Rechte und Schutz für alle Arbeitnehmer zu verteidigen.

Wesentliche gesellschaftliche Ideologien

Marxismus

Der Marxismus ist eine politische und ökonomische Theorie, die den Klassenkampf als Motor gesellschaftlicher Veränderung betrachtet. Zu den Zielen gehörten die Eroberung der politischen Macht, die Diktatur des Proletariats, das Ende des Kapitalismus und die Kollektivierung der Produktionsmittel zugunsten der Gesellschaft. Bedeutende Vertreter waren Karl Marx ("Das Kapital") und Friedrich Engels.

Anarchismus

Der Anarchismus ist eine politische Theorie, die staatliche Herrschaft grundsätzlich ablehnt. Zu den Zielen gehörten die Abschaffung aller Autorität und des Privateigentums sowie die Organisation in dezentralen, kleinen sozialen Gruppen, die frei und unabhängig agieren. Einige anarchistische Strömungen scheuten nicht davor zurück, Gewalt oder terroristische Mittel anzuwenden. Ein wichtiger Vertreter war Pierre-Joseph Proudhon.

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