Arbeitsschutz: PSA für Hände, Füße und Augen
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Schutz der Hände und mechanische Risiken
Bei der Handhabung und Lieferung von Ersatzteilen werden mechanische Risiken, insbesondere beim Transport von Teilen mit oder ohne Verpackung, reduziert. Die größten Gefahren sind Schnittverletzungen durch scharfe Kanten oder Splitter. Handschuhe gegen mechanische Gefahren ermöglichen Feingefühl und eine gute Fingerfertigkeit bei gleichzeitigem Schnittschutz. Schweißhandschuhe bieten zusätzlich thermische Beständigkeit. Handschuhe gegen chemische Risiken müssen bestimmte Mindestanforderungen an mechanische Fähigkeiten erfüllen und die CE-Kennzeichnung tragen. Handschuhe gegen thermische Risiken müssen Schutz bieten gegen: Entflammbarkeit, Kontaktwärme, Konvektions- und Strahlungswärme sowie kleine Spritzer geschmolzenen Metalls usw.
Spezifische Gefahren durch Handschuhe
- Gefahr der Einklemmung: Es besteht die zusätzliche Gefahr, dass sich der Handschuh in beweglichen Mechanismen verfängt. Dies kann dazu führen, dass die ganze Hand in die Maschine gezogen wird, was das Verletzungsrisiko massiv erhöht.
- Risiken durch schlechten Erhaltungszustand: Handschuhe müssen korrekt gelagert werden. Ein schlechter Zustand kann Unfälle verursachen oder den Schutz unwirksam machen.
- Risiken durch Missbrauch: Der Schutz muss zweckgemäß für die vorgesehenen Arbeiten verwendet werden, um vorzeitigen Verschleiß und Unfälle zu vermeiden.
Schutz der Füße in der Werkstatt
In der Elektromechanik bestehen Gefahren durch Rutschen, herabfallende Gegenstände, die Arbeit mit chemischen Produkten sowie möglicher Kontakt mit heißen Oberflächen oder Schweißperlen (kleine Tropfen geschmolzenen Metalls). In der Karosseriebearbeitung (Blech) sowie beim Lackieren treten Risiken durch Lösungsmittel, Chemikalien, Stolpern und herabfallende Gegenstände auf.
Gefahren für die Augen und Gesichtsschutz
Punkt 7: Augengefahren
- Mechanisch: Feiner und grober Staub.
- Optisch: Künstliches Licht sowie Sonnenstrahlung.
- Chemisch: Gase und Dämpfe.
Arten von Gesichts- und Augenschutz
- Gesichtsschutzschirme: Diese sind so konzipiert, dass sie das gesamte Gesicht, den Kopf und die Augen schützen.
- Augenschutz: Speziell zum Schutz der Augen entwickelt.
- 1. Universalgestell: Schutzbrillen mit optischen Gläsern in getrennten Fassungen.
- 2. Panorama-Schutzbrille: Diese passt sich vollständig an und verhindert Projektionen auf das Auge.
Risikoquellen nach Arbeitsbereichen
- Elektro-Zone: Hier bestehen Risiken durch Stromschläge bei der Verwendung von Werkzeugen und Arbeiten am Fahrzeug.
- Karosseriebereich (Blech): Gefahren durch spanabhebende Werkzeuge, Schweißverfahren, geschmolzenes Lötzinn sowie Werkzeugverschleiß.
- Lackierbereich: Risiken resultieren aus dem Umgang mit Lösungsmitteln, Farben und allgemeinen Chemikalien.
Risikoklassen in Karosserie und Lackierung
Top 8: Spezifische Risiken
Karosseriebau und Oberflächenveredelung
Es bestehen Einklemmgefahren durch Handwerkzeuge sowie Schnittrisiken an scharfen Kanten in engen Zwischenräumen. Zudem treten thermische Gefahren beim Schweißen und chemische Risiken durch Kunststoffe bei Reparaturen, Schleifstaub und Lötarbeiten auf.
Lackierzone
Hier dominieren chemische Risiken. Es besteht die Gefahr von Berufsdermatosen (Hauterkrankungen). Zudem können bestimmte Verbindungen, mit denen gearbeitet wird, durch die Haut in die Blutbahn gelangen.