Die Architektur der Hagia Sophia: Byzantinisches Meisterwerk

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Das Meisterwerk der byzantinischen Baukunst

Es ist das Meisterwerk der byzantinischen Baukunst. Es wurde nicht als Basilika für das einfache Volk geplant, sondern als die große Basilika des Kaisers Justinian.

Architekten und bauliche Traditionen

Die beiden Architekten sind Anthemius von Tralleis und Isidor von Milet; man könnte auch Isidor den Jüngeren (Isidors Neffen) hinzufügen. Das Werk als Ganzes spiegelt die Tradition und den technischen Fortschritt der römischen Architektur in ihrer Gesamtheit wider.

Der Grundriss kombiniert eine dreischiffige Basilika der westlichen Tradition mit der zentralisierten Anlage der östlichen Tradition. Es handelt sich um einen Plan mit drei Schiffen, der jedoch die Form eines griechischen Kreuzes annimmt und den Bauraum durch die Errichtung einer Kuppel zentralisiert.

Die innovative Kuppelkonstruktion

Das Gebäude wurde so entworfen, dass sowohl die Längsachse als auch das Konzept der Zentralisierung betont werden. Die Hauptkuppel ruht auf zwei Halbkuppeln, welche wiederum auf zwei kleineren Nischen ruhen. Dies betont die Längsachse des Gebäudes und schafft ein ovales Design der Anlage, während gleichzeitig der Effekt der Zentralisierung verstärkt wird.

Das Gewicht wird durch ein verkettetes System verteilt:

  • Die Halbkuppeln stützen die vier Hauptpfeiler.
  • Diese übertragen das Gewicht über die Bögen auf die externen Strebepfeiler.

Die Seitenschiffe der Anlage sind durch Bögen auf Säulen (korinthische Kapitelle) getrennt und mit Kreuzgratgewölben bedeckt.

Innenraumgestaltung und Lichtwirkung

Die Innenausstattung schafft einen Raum von unvergleichlicher Wirkung. Obwohl die Kuppel nicht so groß wie die des Pantheons ist, wirkt sie weitaus spektakulärer, da das Tragsystem die Helligkeit und die visuelle Illusion fördert, sie schwebe in der „Luft“.

Die Kuppel ist eine Schale aus vierzig bogenförmigen Rippen und Feldern, die auf vier Pendentifs (Zwickeln) ruhen, was die Konstruktion leichter erscheinen lässt. Zudem ermöglichen zahlreiche Fensteröffnungen eine beeindruckende Lichtwirkung.

Polychromer Marmor wird an den Hauptpfeilern verwendet, um deren Massivität zu kaschieren, ebenso wie an den korinthischen Kapitellen. Die ursprünglichen Mosaike sind nicht vollständig erhalten geblieben. Der Innenraum vermittelt ein Gefühl von Weite; die Dynamik wird durch das Abwechseln von runden und geraden Elementen erreicht.

Die Seitenschiffe sind in zwei Stockwerke unterteilt, wobei sich oben das Matroneum (Frauenempore) befindet. Säulen, Pfeiler und Bögen wiederholen sich in ähnlicher Weise im Obergeschoss.

Außenansicht und statische Elemente

Im Außenbereich sticht das Spiel der versetzten Volumina hervor. Die massiven äußeren Strebepfeiler fangen den Seitenschub der internen Gewölbe ab.

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