Architekturwunder Ägyptens: Cheops-Pyramide & Hatschepsut

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Die Cheops-Pyramide: Das monumentale Weltwunder

Die Cheops-Pyramide, auch bekannt als die Große Pyramide, besitzt eine perfekt quadratische Grundfläche mit einer Seitenlänge von 227 m und erreicht eine Höhe von 146,60 m. Ihre Seitenflächen sind gleichschenklige Dreiecke, die mit perfekt geschnittenen Steinen verkleidet wurden. Die Pyramide ist auf einem Sockel von 227 x 226 m² errichtet, was eine Gesamtfläche von 5,2 Hektar ergibt.

Bauweise und Dimensionen der Großen Pyramide

Die Suche nach festem Boden als Grundlage der Arbeit war nicht schwer, da nur eine dünne Sandschicht entfernt werden musste, um auf felsigen Untergrund zu stoßen. Die Absteckungsaufgaben wurden durch Ausrichtungen mit Visierinstrumenten, Knotenschnüren für Winkel und Metalldübeln durchgeführt. Die Nivellierung des Plateaus erfolgte durch das Anlegen von Wasserkanälen.

Logistik und Konstruktionstechniken im alten Ägypten

Zu diesem Zeitpunkt war das Rad noch nicht bekannt. Für den Transport der Blöcke wurden Schlitten über auf dem Sand liegende Baumstämme geschoben oder gezogen, aber nicht gerollt. Die Gänge und Stollen wurden in offener Bauweise errichtet und im Inneren der Pyramide platziert, während diese in die Höhe wuchs. Die Große Galerie der Cheops-Pyramide wurde verschlossen, damit nach der Beerdigung des Herrschers niemand mehr Zutritt hatte.

Die Pyramide wurde aus großen Kalksteinblöcken lokaler Steinbrüche erbaut. Es wurden knapp über 2,5 Millionen Kubikmeter Material verbraucht. Schätzungen gehen von einer Bauzeit von 20 Jahren aus, an der etwa 8.000 Arbeiter für den Steintransport sowie 3.000 Steinmetze und Handwerker beteiligt waren.

Methoden der Steinplatzierung

Die Platzierung der Steine auf den höheren Ebenen erforderte spezielle Techniken. Es gab zwei Methoden, um die Blöcke auf die Plattformen zu heben:

  • Die Errichtung von Perimeter-Rampen um die Pyramide herum.
  • Eine einzelne Rampe senkrecht zu einer Basisseite unter Verwendung von Hebeln und Schwingen.

Der Totentempel der Hatschepsut

Hatschepsut-Tempel: Der terrassenförmige Tempel wurde vom Architekten Senenmut (um 1500 v. Chr.) aus lokalem Kalkstein für Königin Hatschepsut errichtet. Sie war die einzige Frau, die den vollen Status eines Pharaos erlangte.

Architektur und Besonderheiten des Terrassentempels

Die Anlage besteht aus verschiedenen Ebenen mit Kolonnadenterrassen, die vor einer Klippe errichtet wurden. Der Hof wurde durch Abtragungen direkt in den felsigen Hang integriert. Eine Rampe führt zur ersten Terrasse in der Achse des Tempels, die sich bis zu 150 m tief in den Fels erstreckt. Nach einem Weg durch Hallen und Heiligtümer erreicht man die Grabkammer. Bautechnisch beeindruckt die Anlage durch ihre präzise Ausführung, Genauigkeit und die Eleganz der Säulenhallen.

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