Aristoteles: Wissenschaft, Syllogismus und Induktion
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Begriffe der Wissenschaft
Wenn wir präzise sprechen und uns nicht von Ähnlichkeiten hinreißen lassen, glauben wir alle, dass es nicht anders sein kann, weil die Dinge anders sein könnten, wenn sie unserer Beobachtung entgehen. Dementsprechend ist der Gegenstand der Wissenschaft notwendig. Er ist ewig, und alles, was absolut notwendig ist, ist ewig, unzerstörbar und angeboren.
Darüber hinaus scheint jeder naturwissenschaftliche Unterricht und jeder Gegenstand der Erkenntnis erlernbar zu sein. Alle Lektionen basieren auf dem, was bereits über Induktion bekannt ist, und manchmal auf dem Syllogismus.
Die aristotelische Wissenschaftsauffassung
Aristoteles definiert Wissenschaft als das Studium dessen, was notwendig ist und nicht anders sein kann, da es allgemeine Ursachen hat und somit alle Fälle erfüllt. Er stellt fest, dass die primären Substanzen die authentische Realität sind. Zudem besagt er, dass Wissenschaft aus Erfahrungen und den Lehren des Lehrers gewonnen wird und dass Bildung ohne Erfahrung nicht zur Wahrheit führen kann. Dies ist lehrbar, weil der Wissenschaftler weiß, warum sich Dinge verändern; der Lehrling lernt zwar sprachlich, weiß aber nicht, warum es so ist.
Methoden der Erkenntnis
Alle Lehren basieren auf bereits Bekanntem, entweder durch Syllogismus oder durch Induktion:
Syllogismus (Deduktion)
- Der demonstrative Wert liegt in der Einbeziehung einiger Begriffe in andere.
- Der Schluss drückt eine Beziehung der Aufnahme aus: Das Besondere wird unter das Universelle subsumiert.
- In der Logik des Aristoteles ersetzt der Syllogismus Platons Dialektik.
- Der Anspruch des Textes ist es, den Begriff der Wissenschaft zu definieren: Wissenschaft als Studium der sekundären Substanz.
- Kategorische Syllogismen sind Sätze, in denen das Subjekt das Prädikat ist; sie lassen sich in positive und negative einteilen.
- Damit ein Syllogismus wissenschaftlich ist, reicht es nicht aus, dass er formal korrekt ist; er muss auch die Wahrheit ausdrücken. Er muss daher von wahren, primären, unmittelbaren Prämissen ausgehen, die besser bekannt sind als der Schluss und die Ursachen des Schlusses darstellen.
- Beispiel: Kein Araber ist Israeli, jeder Palästinenser ist Araber; daher ist kein Palästinenser Israeli.
Induktion
Die Induktion geht vom Besonderen zum Allgemeinen und liefert universelle Wahrheiten. In der Wissenschaft muss man die Ursache aufzeigen. Axiome sind die primären Voraussetzungen, die offensichtlich sind und durch Intuition erkannt werden.
Unterscheidung der Methoden
Aristoteles unterscheidet zwischen deduktiven und induktiven Verfahren:
- Deduktiv: Geht von allgemeineren Aussagen zu individuellen Fällen.
- Induktiv: Geht vom Besonderen zum Allgemeinen.
Nur die Deduktion impliziert Notwendigkeit, da der Schluss bereits in den Prämissen enthalten ist. Bei der Induktion geht der Schluss über die Prämissen hinaus.