Arten der Artikulation und Aufbau der Strophen
Eingeordnet in Sprache und Philologie
Geschrieben am in
Deutsch mit einer Größe von 3,24 KB
Arten der Artikulation
Je nach Art der Artikulation gehören:
- Verschlusslaute: Die Artikulationsorgane sind vollständig geschlossen: p, b, t, d, k, g.
- Frikative: Die Artikulationsorgane liegen dicht beieinander, so dass ein schmaler Luftkanal entsteht: m, o, s, y, x.
- Affrikate: Ein Verschlusslaut wird von einer Frikative gefolgt: c.
- Nasale: Die Mundhöhle wird geschlossen und die Luft strömt durch die Nase: m, n, n.
- Laterale: Die Zungenspitze liegt im Mundraum an einer Stelle, und die Luft entweicht ein- oder beidseitig: l, l.
- Vibranten: Die Zungenspitze vibriert einmal oder mehrmals gegen die Alveolen: r, r.
Nach dem Ort der Artikulation
- Bilabial: Die Lippen treten zusammen; Beispiele: p, b, m.
- Labiodental: Die Lippe tritt an die oberen Zähne: f.
- Interdental: Die Zunge liegt zwischen den Zähnen: o.
- Dental: Die Zunge liegt nahe den oberen Zähnen: t, d.
- Alveolar: Die Zunge befindet sich nahe den Alveolen: s, n, l, r, r.
- Palatal: Die Zunge berührt den Gaumen: c, y, n, l.
- Velar: Die Zunge nähert sich dem weichen Gaumen: k, x, g.
Nach der Schwingung der Stimmbänder
- Stimmlos: Keine Stimmbandvibration: p, t, k, f, o, s, x, c.
- Stimmhaft: b, d, g sowie l, l, m, n, n, r, r.
Aufbau der Strophen
Teil I
- Doktrin — Verachtung der Welt: Die Verachtung des irdischen Lebens wird gefördert.
- Aufruf zu Gott, im Einklang mit der christlichen Tradition.
- Alternative: Das Erdenleben als Leitfaden für die Eroberung des ewigen Lebens.
- Beschreibung der drei Anlagen, die Gier und den verlorenen Menschen: Jugend, Adel und Macht.
- Bezugnahme auf die Vergänglichkeit des Irdischen.
- Bekräftigung des Gedankens an den Tod als einen Gleichmacher.
- Zyklus: Ubi sunt?
Teil II
- Aufzählung der Tugenden des Herrn Don Rodrigo.
- Kreuzerhöhung Don Rodrigo Manrique, verglichen mit Prototypen der Antike.
- Zusammenfassung des militärischen Lebens, das gemeistert wird.
- Dialog mit dem Tod: Der Herr ruft Gott an.
Triumph der romanischen Sprachen
Triumph der romanischen Sprachen: Der lateinische Gottesdienst war über Jahrhunderte die Sprache, in die die Werke der monastischen Zentren übersetzt wurden. Das Bestreben nach Unabhängigkeit trieb die feudalen Herrscher dazu, die romanischen Sprachen zu fördern. Im frühen dreizehnten Jahrhundert hatte das Laterankonzil die vulgäre Sprache anerkannt. Seit der Verkündigung im späten zwölften Jahrhundert begannen wichtige literarische Werke, auf Spanisch verfasst zu werden, meist in Versform.