Arten emotionaler und psychologischer Argumente

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Zusammenfassung

Der Text stellt verschiedene Arten emotionaler oder psychologischer Argumente vor, mit denen Sender beim Empfänger Gefühle wecken oder Vertrauen aufbauen. Erklärt werden affektive Argumentation, persönliche Betroffenheit, Vertrauensappell, Slogans, Prominentenappelle, Mehrheitsargumente, Vorurteile und Berufung auf Allgemeinwissen. Jede Form wird mit einem kurzen Beispiel veranschaulicht.

Kernpunkte

  • Affektive Argumentation appelliert an Gefühle und Wünsche des Empfängers, um Zweifel, Ängste oder Sympathie zu erzeugen.
  • Das Argument der persönlichen Betroffenheit nutzt Beispiele, die den Hörern vertraut sind oder sie unmittelbar betreffen.
  • Der Appell an das Vertrauen des Senders baut durch vertraute Ausdrücke oder eine persönliche Note eine emotionale Bindung auf.
  • Slogans sind wiederkehrende, gesellschaftlich bekannte Phrasen, die ein Thema prägnant zusammenfassen.
  • Der Prominenten-Appell (Argumentum ad Verecundiam) setzt eine positiv angesehene Persönlichkeit zur Unterstützung einer Botschaft ein.
  • Das Mehrheitsargument (Argumentum ad Populum) begründet eine Idee damit, dass die Mehrheit sie vertritt.
  • Vorurteile sind verallgemeinernde, oft negative Annahmen über Gruppen ohne ausreichende Grundlage.
  • Die Berufung auf Allgemeinwissen oder Erfahrung stützt sich auf Ideen, die als selbstverständlich gelten und daher nicht hinterfragt werden.

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Emotionale oder psychologische Argumente

a) Affektive Argumentation

Hierbei wird an die Gefühle und Wünsche des Empfängers appelliert. Ziel ist es, Zweifel oder Ängste zu wecken, die Beziehung zu beeinflussen oder Sympathie bzw. Ablehnung hervorzurufen.

  • Beispiel: Eine Kampagne zur Mittelbeschaffung für die Krankheitsbekämpfung, die betont, dass niemand vor Leid gefeit ist.

b) Argument der persönlichen Betroffenheit

Es werden Beispiele genutzt, die den Hörern vertraut sind, da sie sich unmittelbar betroffen fühlen oder es tatsächlich sind.

c) Appell an das Vertrauen des Senders

Der Sender bemüht sich, durch vertraute Ausdrücke oder eine persönliche Note eine emotionale Bindung und Vertrauen beim Empfänger aufzubauen.

d) Verwendung von Slogans

Es werden wiederkehrende, gesellschaftlich bekannte Phrasen (Slogans) eingesetzt. Diese fassen ein Thema prägnant zusammen oder fordern den Empfänger auf, der Aussage Glauben zu schenken.

e) Prominenten-Appell (Argumentum ad Verecundiam)

Eine bekannte Persönlichkeit, die gesellschaftlich positiv angesehen wird, wird zur Unterstützung der Botschaft eingesetzt.

  • Beispiel: Iván Zamorano wirbt für Transantiago.

f) Mehrheitsargument (Argumentum ad Populum)

Es wird argumentiert, dass eine Idee richtig ist, weil die Mehrheit sie vertritt oder entsprechend wählt.

  • Beispiel: Man sollte etwas tun oder denken, weil es alle anderen auch tun.

g) Verwendung von Vorurteilen

Es werden verallgemeinernde und oft negative Annahmen über eine Gruppe von Menschen (Vorurteile) ohne ausreichende Grundlage verwendet.

  • Beispiel: Das Stereotyp „Gitano = Dieb“.

h) Berufung auf Allgemeinwissen oder Erfahrung

Es wird auf Ideen oder persönliches Wissen Bezug genommen, das als allgemein bekannt gilt und daher nicht hinterfragt wird.

  • Beispiel: Die Aussage, dass ältere Menschen mehr Erfahrung haben.

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Häufige Fragen

Was ist ein Argumentum ad Populum?

Ein Argumentum ad Populum ist ein Mehrheitsargument: Eine Idee gilt als richtig, weil die Mehrheit sie vertritt oder wählt. Beispiel ist die Aussage, man solle etwas tun, weil es alle anderen auch tun.

Was versteht man unter affektiver Argumentation?

Affektive Argumentation spricht die Gefühle und Wünsche des Empfängers an. Ziel ist es, Zweifel oder Ängste zu wecken, die Beziehung zu beeinflussen oder Sympathie beziehungsweise Ablehnung hervorzurufen.

Was ist ein Prominenten-Appell?

Beim Prominenten-Appell (Argumentum ad Verecundiam) wird eine gesellschaftlich positiv angesehene Persönlichkeit eingesetzt, um die Botschaft zu unterstützen. Ein Beispiel ist die Werbung von Iván Zamorano für Transantiago.

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Test

1. Was ist das Ziel der affektiven Argumentation?
2. Welches Argument begründet eine Idee damit, dass die Mehrheit sie vertritt?
3. Was kennzeichnet einen Slogan laut dem Text?
4. Welches Beispiel nennt der Text für den Prominenten-Appell?
5. Worauf beruhen Vorurteile in diesem Zusammenhang?
6. Was macht das Argument der persönlichen Betroffenheit aus?

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