Artikel 6 des Ley Orgánica del Estado: Franco-Diktatur

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Analyse: Artikel 6 des Ley Orgánica del Estado

Text 9. Titel: Artikel 6 des Ley Orgánica del Estado (Organisches Staatsgesetz). Thema: Politisch-rechtlich. Typ: Primärquelle. Empfänger: Veröffentlichung. Autor: Teilweise durch die im Jahr 1942 gewählten Cortes; mehr als 500 Anwälte bilden die Kammer. Die Procuradores (Abgeordneten) wurden durch Institutionen oder den Staat ernannt.

Historischer Kontext und gesellschaftliche Entwicklung

Kontext: 1967 (zweite Phase des Franco-Regimes). Die Diktatur festigte sich, während seit 1962 eine sozioökonomische Entwicklung stattfand. Im Jahr 1963 erfolgte die Hinrichtung von Julián Grimau. Es folgte das öffentliche Pressegesetz. 1967 kam es zu Streikbewegungen durch klandestine (geheime) Arbeitnehmerorganisationen und Universitäten (Madrid, Barcelona, Baskenland, Asturien).

Befugnisse des Staatschefs und die Diktatur

Wie man an den Maßnahmen sieht, spezifiziert das Gesetz die Befugnisse des Staatschefs: Francisco Franco repräsentiert die Nation und die nationale Souveränität, die er in seiner Person verkörpert, was den Charakter seiner Diktatur unterstreicht. Er wurde als "Caudillo de España por la Gracia de Dios" (Caudillo Spaniens von Gottes Gnaden) tituliert und vereinte alle Befugnisse auf sich, wodurch die Gewaltenteilung nach Montesquieu (Exekutive, Legislative und Judikative) aufgehoben wurde. Er hatte keinerlei Einwände zu befürchten, da er über absolute Macht verfügte.

Die Grundgesetze des Regimes

Diskussion über die Grundgesetze, auf denen das System basierte:

  • Arbeitsgesetz (1938)
  • Gesetz über die Errichtung der Spanischen Cortes (1942)
  • Spanisches Volkscharter / Fuero de los Españoles (1945)
  • Referendumsgesetz und Nachfolgegesetz (1947)

Diese Gesetze präzisierten die Franco-Diktatur als ein nicht-demokratisches System. Es existierte nur eine einzige politische Partei (die Falange), ohne Wettbewerb und ohne Opposition aus Angst vor Repressalien.

Machtausübung und Außenbeziehungen

Der Status gewährleistet ein reibungsloses Funktionieren des Staates: Der Staatschef hält alle Macht in den Händen, kann regieren und bestrafen. In den Außenbeziehungen gab es Bemühungen um Anerkennung, doch die US-Wirtschaftshilfe führte trotz industriellen Wachstums zu einem instabilen wirtschaftlichen Pol in Spanien. In den 60er Jahren gab es viele Streiks. Das Gericht für öffentliche Ordnung (TOP) sollte jede Opposition zum Regime durch Vergeltungsmaßnahmen ausschalten. Ein besonderes Vorrecht des Staatschefs war das Begnadigungsrecht.

Übergang und Nachfolge

Mit dem neuen Gesetz wurde die Trennung der Ämter des Staatschefs und des Regierungspräsidenten funktional vorbereitet, auch wenn dies erst 1973 vollzogen wurde. Ein entscheidendes Ereignis war 1969 die Ernennung von König Juan Carlos de Borbón zum Nachfolger. Die Opposition wuchs stetig an, bis die Diktatur mit Francos Tod im Jahr 1975 endete. Im Jahr 1971 blieb das Gewerkschaftsrecht illegal; Streiks wurden weiterhin von der offiziellen Falange unterdrückt.

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