Artkonstanz, Katastrophentheorie & Evolutionstheorien

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Die Lehre von der Artkonstanz bezeichnet den Glauben an die Unveränderlichkeit der Arten und der Zusammensetzung der Welt, also dass die Welt immer schon so war, wie sie heute ist. Alle Arten wurden in einem einmaligen Schöpfungsprozess geschaffen. Seitdem gibt es keine Veränderung, keine Evolution. Weltreligionen haben hierauf Einfluss.

Georges Cuvier und die Katastrophentheorie (1832)

Ein Katastrophenereignis führt zum Artensterben. In Folge wandern neue Arten ein und verändern das Artbild. Jede Katastrophe sollte dann die göttliche Neuschöpfung von Arten zur Folge haben (Paläontologie).

Carl von Linné und die binäre Nomenklatur (1778)

Ein System, um Gott zu erfassen. Jede Art wird charakterisiert durch Gattung und Art (binäre Nomenklatur). Prinzip der Ähnlichkeit. Pflanzen und Tiere werden geordnet.

Lamarck und die Vererbung erworbener Eigenschaften (1829)

Lamarck ging von einem kontinuierlichen Artenwandel und der Abstammung heutiger Lebewesen von frühen Formen aus.

  • Innerer Trieb zur Vervollkommnung. Dieser Trieb findet man bei allen Lebewesen.
  • Veränderliche innere Bedürfnisse der Lebewesen. Änderung der Umwelt führt zu veränderter Aktivität der Organismen. Bestimmte Organe werden stärker benutzt.
  • Gebrauch stärkt Organe. Nichtgebrauch schwächt sie und führt zur Verschwendung.
  • Erworbene Eigenschaften sind erblich (Naturgesetz).
  • Entwicklung einer Art von einfach zu komplex. Jede Art hat somit eine eigene lineare Evolutionslinie. Kein Zusammenhang zwischen Arten. Der Mensch ist komplex und hat sich am längsten entwickelt.

Darwins Theorie der natürlichen Zuchtwahl (1882)

Abstammungstheorie (Deszendenz): Alle Organismen stammen von einem gemeinsamen Vorfahren ab.

Evolutionstheorie:

  1. Variabilität: Variation einzelner Individuen durch zufällige Mutationen und Rekombinationen.
  2. Nachkommenüberschuss: Diejenigen, die überleben, vererben ihre Merkmale in die nächste Generation. Es gibt mehr Nachkommen als nötig, und alle sind verschieden.
  3. Auslese: Aus den vielen Varianten wählt die Natur die am geeignetsten aus, die dann weiterleben (natürliche Selektion).
  • Kampf ums Dasein: Konkurrenz zwischen Individuen um knappe Ressourcen.
  • Survival of the fittest: Zum Überleben ist die beste Anpassung an die gegebenen Umweltbedingungen notwendig. Prozess der natürlichen Selektion.

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