Die Ästhetische Erfahrung: Funktionen, Schönheit und das Erhabene

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Die Ästhetische Erfahrung und ihre Funktionen

Das Kunstwerk wird durch die Anschauung der Schönheit geleitet. Die Intuition ist eine lebendige, geistige und emotionale Erfahrung. Die empiristische Psychologie neigt dazu, das Ästhetische auf die Empfindung oder das Gefühl zu reduzieren, welche alle ästhetischen Ergebnisse bei der wahrnehmenden Person ausmachen. Anderen Quellen zufolge erreicht die Komplexität ein solches Niveau, dass sie nur Experten oder erlesenen Geistern zugänglich ist. Es ist das Subjekt als Ganzes, das bewegt wird; es sind tiefe Kräfte des Selbst, die erfüllt werden. Die ästhetische Wahrnehmung scheint in der Fähigkeit zu liegen, die Aufmerksamkeit auf Objekte zu lenken. Die ästhetische Erfahrung lässt uns unterschiedliche Freuden empfinden. Jede Person, jede Kultur und jede Generation hat einige privilegierte Geschmäcker oder Vorlieben, die mehr als andere vergnügen, weil das ästhetische Erlebnis immer eine konstruierte Erfahrung ist.

Merkmale der Ästhetischen Erfahrung

Diese Merkmale können hervorgehoben werden:

  • Staunen und Nachdenken: Die ästhetische Erfahrung entspringt dem Staunen über Phänomene, die die alltägliche Ruhe durchbrechen und uns fesseln.
  • Uneigennütziges Vergnügen: Das ästhetische Phänomen erzeugt ein bewunderndes Vergnügen, das nicht besitzergreifend ist.
  • Intensität und Kürze: Wenn die ästhetische Erfahrung eine hohe Intensität erreicht, kann sie eine „Entrückung“ hervorrufen. Die ästhetische Erfahrung ist oft von Unsicherheit und Kürze geprägt.

Das Schöne, das Erhabene und das Hässliche

Zunächst muss geklärt werden, ob die Schönheit eine an sich bestehende Realität ist oder ob sie immer in Bezug auf das betrachtende Subjekt steht. Zwei Positionen prägen die Philosophiegeschichte:

Objektivismus vs. Subjektivismus

  1. Objektivismus: Die Schönheit liegt in der Harmonie der Dinge selbst.
  2. Subjektivismus: Schönheit ist ein Gefühl, das der Mensch in seinen Augen projiziert. Menschen empfinden Schönheit, und Schönheit ist die Wahrnehmung, die im Objekt liegt.

Die Unterscheidung nach Kant: Das Schöne und das Erhabene

Kants Ausdehnung zwischen dem Schönen und dem Erhabenen erreicht einen sehr prominenten philosophischen Wert:

  • Das Schöne: Es wird klar begriffen und kann daher durch sprachliche Versuche ausgedrückt werden. Seine ruhige Kontemplation überfordert oder beunruhigt nicht.
  • Das Erhabene: Es überwältigt den Menschen. Wenn der Mensch mit der extremen Weite der Natur konfrontiert wird, gerät die Fantasie ins Stocken, und das Bewusstsein der Herrschaft der Vernunft tritt hervor. Diese Erfahrungen führen dazu, dass der Mensch das Erhabene als etwas empfindet, das demütigt und zugleich verherrlicht.

Die Rolle des Hässlichen

Der Sinn für Schönheit wird manchmal durch die Anwesenheit des Hässlichen, seiner Antithese, unterbrochen. Das Hässliche wird als Mangel an Schönheit angesehen. Es tritt als Störung, als Symbol des Fehlers auf. Heute wird das Hässliche oft als Verurteilung einer brutalen Welt und als Möglichkeit für eine andere Schönheit interpretiert.

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