Atommodell: Struktur, Bindungen und Materiezustände
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**Das Atommodell heute**
Die Materie ist diskontinuierlich und setzt sich aus kleinen Teilchen in ständiger Bewegung zusammen. Dies kann man an der Brownschen Bewegung erkennen, die sich in zwei Arten von Bewegungen unterteilt: Diffusion und Osmose.
**Brownsche Bewegung**
Die Brownsche Bewegung ist ein Phänomen, das zeigt, dass die Materie diskontinuierlich ist und aus Teilchen in ständiger Bewegung besteht.
**Atome**
Atome sind die kleinsten Teilchen, aus denen die Materie besteht.
**Wie ist das Atom aufgebaut?**
- Kern: Der Atomkern ist das Zentrum eines Atoms. Er besteht aus Protonen und Neutronen.
- Elektronen: Elektronen sind Elementarteilchen, die den Kern umkreisen.
**Weitere wichtige Begriffe**
- Ordnungszahl: Die Ordnungszahl entspricht der Anzahl der Protonen im Kern und wird mit dem Buchstaben "Z" bezeichnet.
- Massenzahl: Die Massenzahl ist die Summe der Protonen und Neutronen und wird mit dem Buchstaben "A" bezeichnet.
**Historische Atommodelle**
- Daltons Atomtheorie: Dalton stellte sich das Atom als das fundamentale Teilchen der Materie vor. Er dachte, das Atom sei unteilbar und wusste nicht, dass es Protonen und Elektronen gibt.
- Thomsons Atommodell: Thomson bestätigte die Existenz von Elektronen, die eine negative Ladung besitzen, und postulierte die Existenz von Protonen mit positiver Ladung.
- Rutherfords Atommodell: Rutherford entdeckte, dass das Atom nicht homogen ist und leere Räume aufweist.
- Bohrsches Atommodell: Bohr stellte sich vor, dass sich die Elektronen in einem Atom in Energieniveaus befinden, ähnlich wie die Stockwerke eines Gebäudes. Sein Modell war jedoch instabil.
**Die elektrische Natur der Materie**
**Elektrifizierung**
- Elektrifizierung durch Kontakt: Körper werden durch Reibung elektrisiert.
- Leiter: Leiter sind Materialien, die den Fluss von elektrischen Ladungen ermöglichen, z. B. Metalle, Salze und saure Lösungen.
- Isolatoren: Isolatoren sind Materialien, die den Durchgang von elektrischen Ladungen nicht erlauben, z. B. Glas und Schwefel.
- Elektrifizierung durch Induktion: Bei der Induktion werden Elektronen übertragen, ohne dass sich die Körper berühren. Ein sehr deutliches Beispiel ist die Leidener Flasche.
**Chemische Bindungen**
Chemische Bindungen sind die Anziehungskräfte zwischen zwei oder mehreren Atomen.
- Ionische Bindung: Die ionische Bindung ist die Anziehungskraft zwischen zwei oder mehreren Atomen, die Elektronen übertragen.
- Kovalente Bindung: Die kovalente Bindung ist die Anziehungskraft zwischen zwei oder mehr Atomen, die Elektronen zum Wohle der Atome teilen.
**Moleküle und Formeln**
- Moleküle: Moleküle sind stabile Verbindungen aus zwei oder mehreren Atomen, die durch chemische Bindungen zusammengehalten werden.
- Formeln: Formeln sind eine Reihe von Symbolen, die die Zusammensetzung einer Chemikalie darstellen.
**Arten von Formeln**
- Molekülformel: Gibt die Anzahl der Atome an, aus denen ein Molekül einer Verbindung besteht.
- Summenformel: Gibt die Moleküle der chemischen Verbindungen an.
- Strukturformel: Zeigt, wie die Atome in einem Molekül angeordnet sind.
**Weitere wichtige Begriffe**
- Mol: Das Mol ist die Einheit, die die Stoffmenge misst.
- Kernfusion: Die Kernfusion ist der Prozess, bei dem sich zwei Atomkerne zu einem Kern mit höherer Ordnungszahl verbinden.
- Reaktivität: Die Reaktivität ist das Maß für die Fähigkeit eines Stoffes, mit anderen Stoffen zu reagieren und neue Stoffe zu bilden.
- Kernreaktor: Ein Kernreaktor ist eine Anlage, die eine kontrollierte Kernreaktion erzeugt.
**Physikalische Zustände der Materie**
**Fester Zustand**
- Feststoffe haben eine feste Form.
- Ihr Volumen ändert sich praktisch nicht bei Kompression.
- Ihre Struktur ist geordnet.
Beispiele: Eis, Schnee, Hagel, Frost
**Flüssiger Zustand**
- Die Form von Flüssigkeiten passt sich der Form des Behälters an.
- Ihr Volumen ändert sich nur wenig bei Kompression.
Beispiele: Flüsse, Meere, Tau
**Gasförmiger Zustand**
Beispiele: Dampf, Wolken, Nebel
**Zustandsänderungen**
Unter bestimmten Bedingungen kann ein Körper von einem Zustand in einen anderen übergehen.
- Beispiel: Das Eis eines Sees kann durch die Hitze der Sonne in flüssiges Wasser umgewandelt werden und dann verdampfen, um in den gasförmigen Zustand überzugehen.
Diese Zustandsänderungen haben die folgenden Bezeichnungen:
- Schmelzen: Übergang von fest zu flüssig
- Verdampfen: Übergang von flüssig zu gasförmig
- Sublimation: Übergang von fest zu gasförmig
- Erstarren: Übergang von flüssig zu fest
- Kondensation: Übergang von gasförmig zu flüssig
- Resublimation: Übergang von gasförmig zu fest