Die Aufklärung: Revolution des Denkens und der Politik

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Die Aufklärung: Zeitalter der Vernunft

Wichtige Ereignisse (Chronologie)

  • 1773: Boston Tea Party
  • 1775: Beginn des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges
  • 1781: George Washington besiegt die Briten bei Yorktown
  • 1783: Anerkennung der Unabhängigkeit der USA
  • 1787: Verabschiedung der amerikanischen Verfassung
  • 1789: Sturm auf die Bastille; George Washington wird 1. Präsident der USA
  • 1791: Verabschiedung der französischen Verfassung
  • 1792: Ausrufung der Republik in Frankreich
  • 1804: Napoleon krönt sich zum Kaiser
  • 1805: Beginn der Napoleonischen Kriege
  • 1815: Schlacht bei Waterloo

Grundgedanken der Aufklärung

Die Aufklärung war eine geistige Bewegung des 18. Jahrhunderts, die ihren Ursprung in England hatte. Sie ist gekennzeichnet durch die Betonung der menschlichen Vernunft, den Glauben an den wirtschaftlichen Fortschritt und die Kritik an traditionellen, insbesondere religiösen, Denkweisen. Bekannt als das Zeitalter der Vernunft, versuchte die Aufklärung, die Welt rational zu erklären und Licht in das Dunkel überlieferter Traditionen zu bringen. In dieser Zeit gab es rasante Fortschritte in der Wissenschaft.

Wirtschaftliches Denken

In dieser Epoche wurden die Grundlagen des wirtschaftlichen Liberalismus gelegt. Adam Smith zeigte auf, dass wirtschaftliche Freiheit die Freisetzung der Produktionsfaktoren (Boden, Arbeit und Kapital) erfordert. Nach seiner Theorie entsteht der Wert einer Ware durch die in sie investierte Arbeit. Der Arbeiter ist somit derjenige, der den Reichtum schafft.

Gesellschaftliche und politische Kritik

Wichtige Denker formulierten neue politische und gesellschaftliche Ideen:

  • John Locke: Lebte bereits im 17. Jahrhundert und lieferte die philosophische Rechtfertigung für das parlamentarische System.
  • Voltaire: Forderte politische Freiheit und religiöse Toleranz.
  • Montesquieu: Schlug ein monarchisches System vor, in dem die legislative, exekutive und judikative Gewalt voneinander getrennt wären (Gewaltenteilung).
  • Jean-Jacques Rousseau: Formulierte als einer der Ersten das Prinzip der Volkssouveränität.

Die Enzyklopädie und die Presse

Das gesammelte Wissen der Aufklärung wurde in der Enzyklopädie zusammengefasst, einem 28-bändigen Werk, das von Diderot und d'Alembert herausgegeben wurde. Es war ein systematisches Wörterbuch der Wissenschaften, Künste und Handwerke. In dieser Zeit entstanden auch die ersten periodischen Zeitungen: In Großbritannien wurde 1702 die erste Tageszeitung gegründet, das Journal de Paris erschien 1777 und die Gaceta de Madrid bereits 1697.

Aufgeklärter Absolutismus

Einige Könige und Herrscher nahmen den Geist der Aufklärung wohlwollend auf. Diese sogenannten aufgeklärten Despoten planten Reformen, die für das Volk als positiv erachtet wurden, jedoch ohne dessen Mitbestimmung umgesetzt wurden.

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