Aufstieg und Herrschaft des Nationalsozialismus: Korrigierte Analyse
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Zerschlagung der Opposition und Machtübernahme
Die Unterdrückung der linken Kräfte, die Ausrichtung der mächtigen sozialistischen Gewerkschaften mit der NS-Regierung und die anschließende Beschlagnahme ihrer Güter sowie die Inhaftierung ihrer Führer – wie es bei der Kommunistischen Partei und der SPD der Fall war – schnitten die Chance auf Veränderung ab. Am 23. März erhielt Hitler das Ermächtigungsgesetz, welches die parlamentarische Ratifizierung von Gesetzen überflüssig machte und die Macht auf das Auswärtige Amt konzentrierte. Die KPD (Kommunistische Partei Deutschlands), die SPD und alle anderen Parteien wurden verboten. Rechtlich gesehen existierte ab dem 14. Juli nur noch der Nationalsozialismus. Am 10. Mai wurden öffentlich Bücher großer deutscher Schriftsteller verbrannt, die als unmoralisch galten, und die Werke anderer Autoren, die deutsche Kunst auf eine universelle Ebene gehoben hatten, wurden verboten. Dies war ein Symbol für den Niedergang der Weimarer Republik.
Komplexe Umstände der Machtergreifung
Die Verkettung der Umstände zeichnet ein komplexes Bild, das nicht den Schluss zulässt, dass der Aufstieg der Nazis an die Macht allein das Ergebnis einer demokratischen Entscheidung war. Zwar war die NSDAP die größte Partei, doch die Summe der Stimmen ihrer Gegner war zahlenmäßig größer. Hitlers Machtübernahme kann nicht allein auf Stimmen reduziert werden, sondern war das Ergebnis von Gewalt und Machtausübung.
Etablierung des totalitären Regimes
Obwohl die Zeitspanne nur zwölf Jahre betrug, genügte sie, um eine der berüchtigtsten Seiten der Menschheitsgeschichte zu schreiben. Der Aufbau und die Entwicklung des Dritten Reiches können politisch als die Aufgabe aller in der Verfassung von 1919 verankerten bürgerlichen Rechte definiert werden. Diese wurden durch eine willkürliche Einparteienherrschaft und den charismatischen Führer Adolf Hitler ersetzt, der ab 1934 die Ämter des Reichskanzlers und des Reichspräsidenten unter dem Titel Führer (Führer oder Herrscher) konzentrierte. So erreichte ein mittelmäßiger und demagogischer Mensch, der in anderen Bereichen (Architektur, Malerei, Armee) keinen Erfolg hatte, die maximale Macht in Deutschland – ein Nationenbildungsprojekt, das auf Hass und der Unterstützung von Großindustriellen und Bankiers basierte, die Feinde des sozialen Inhalts der Weimarer Republik waren.
Frühe Wirtschaftspolitik und Arbeitsbeschaffung
In den frühen Jahren begann Hitler eine Politik der Vollbeschäftigung, deren Säulen die Kontrolle der Inflation und die Aufrüstung waren. Dies erfüllte die Leistungserwartungen der Industrie und zog Hunderttausende arbeitslose Jugendliche in Uniform an.
Legitimation und Sündenbock-Mechanismus
Eine Reihe staatlicher Maßnahmen sorgte für die Unterstützung der Bevölkerung für die neue Ordnung. Diese wurde durch ein eindringliches Belehrungsprogramm begleitet, das systematisch über alle Medien in ganz Deutschland verbreitet wurde.
Ein weiteres zentrales Element der Legitimität des Nationalsozialismus war die Schaffung eines Sündenbocks, der für alle Übel verantwortlich gemacht wurde: von der Inflation über die kommunistische Gefahr bis hin zur Niederlage im Krieg oder der globalen Schwäche, die dem Land angeblich anhaftete.
Beginn der rassistischen Verfolgung
Die rassistische Politik begann 1933, als NSDAP-Mitglieder jüdische Geschäfte blockierten und deren Kunden den Zutritt verwehrten. In der Folge wurde der Zugang zu bestimmten Berufen reduziert, und Juden durften keine wichtigen Positionen in der Verwaltung mehr bekleiden. Die Möglichkeit, Juden aufgrund ihrer Blutlinie auszuschließen, wurde durch andere kennzeichnende Merkmale ersetzt, die auf der angeblichen „jüdischen Seele“ beruhten, in der die Schuld lag. Der nächste Schritt war die Bestätigung durch den zweithöchsten Nazi, Hermann Göring: „In meinem Dienst entscheide ich, wer jüdisch ist.“ Kurz darauf wurden auch die Roma von diesen Maßnahmen betroffen. Nach der sogenannten „Reichspogromnacht“ (Nacht der zerbrochenen Gläser) zwischen dem 9. und 10. November 1938 verschlechterte sich die Lage der Juden dramatisch, was schließlich zum Holocaust führte, der das Leben von fast 6 Millionen Juden forderte.
Gleichschaltung und Kulturkontrolle
Eines der wichtigsten Elemente der Verwaltungsstruktur in der NS-Zeit war die Fusion oder Überlappung staatlicher Ämter und der Partei, was dieser Gruppe faktische Macht über die staatliche Organisation verlieh. Durch die sogenannte „Gleichschaltung“ (Koordination) wurden NS-Verhaltensmuster als allgemeine Modelle für die deutsche Gesellschaft integriert.
Einbindung der Bevölkerung
Dies wurde durch die obligatorische Einbeziehung der einzelnen Altersgruppen in die entsprechenden Parteiorganisationen erreicht (Jugendliche, Studenten, Arbeiter usw.). Dies wurde von einer harten Kulturpolitik begleitet. Unter der Leitung von Propagandaminister Goebbels wurde die Reichskulturkammer geschaffen, die für alles zuständig war, was mit Musik, Malerei, Theater, Literatur, Essays, Presse, Rundfunk und Film zu tun hatte.