Aufstieg des Totalitarismus: Ursachen, Faschismus & NS-Diktatur

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Ursachen für den Aufstieg totalitärer Systeme

Die Entwicklung der Nachkriegszeit führte zu tiefgreifenden Systemfehlern, die den Aufstieg totalitärer und autokratischer Regime begünstigten. Diese Konflikte stellten das liberale System in vielen Ländern infrage und führten zur Implementierung autokratischer Systeme.

Wichtige Faktoren und Krisen

  • Politische Instabilität: Regierungsinstabilität resultierte aus dem intensiven Kampf zwischen den Parteien.
  • Wirtschaftskrise: Der wirtschaftliche Zusammenbruch europäischer Länder nach der US-Krise führte zu einem dramatischen Anstieg der Arbeitslosigkeit.
  • Soziale Spannungen: Ex-Kombattanten, die aus dem Krieg zurückkehrten, und Arbeitslose, die keine Arbeit fanden, ließen die Reihen paramilitärischer Organisationen anschwellen.
  • Nationalistische Konflikte: Nationalisten forcierten ethnische und Grenzkonflikte.

Der Faschismus in Italien

Obwohl Italien auf der Seite der Kriegsgewinner stand, erhielt es keines der versprochenen Gebiete. Der Krieg hinterließ jedoch enorme Schuldenberge, hohe Inflation und massive Arbeitslosigkeit, was zu anhaltenden nationalistischen Protesten führte.

Mussolini und die Gründung der Faschisten

Im Jahr 1920 herrschte in Italien eine echte revolutionäre Situation. Die demokratischen Parteien waren nicht in der Lage, eine Lösung zu finden.

Im März 1919 wurden die Fasci Italiani di Combattimento gegründet – eine Gruppe, bestehend aus Ex-Kombattanten, Arbeitslosen sowie Elementen der linken und anarchistischen Revolution. Die Gruppe wurde von Benito Mussolini ins Leben gerufen.

Sein Widerstand gegen die Sozialisten sprach die Bourgeoisie an, die daraufhin begann, die Bewegung finanziell zu unterstützen, in der Hoffnung, die Mittelschicht zu gewinnen.

Der Weg zur Macht

Im Jahr 1921 wurden die Faschisten in die Nationale Faschistische Partei umbenannt und gaben die Ideen der Demokratie, des Revolutionären und des Antikapitalistischen vollständig auf.

Im Jahr 1922 kam es zum Marsch der Schwarzhemden auf Rom. Der König erlaubte daraufhin die Bildung einer neuen Exekutive unter Mussolini.

Der Nationalsozialismus in Deutschland

Die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise erreichten Deutschland im Jahr 1930. Bis 1932 stiegen Arbeitslosigkeit und Armut dramatisch an. Es gelang den Regierungen nicht, die Krise zu überwinden.

Hitlers Aufstieg zum Reichskanzler

In dieser Situation drängte die Bourgeoisie Präsident Hindenburg dazu, Hitler zum Reichskanzler zu ernennen. Hitler hatte jahrelang behauptet, er und seine Partei seien die einzige Rettung für Deutschland.

Hitler war Teil der paramilitärischen Gruppe DAP, aus der später die NSDAP (Nazi-Partei) hervorging. Im Jahr 1924 wurde er wegen des Versuchs eines Putsches inhaftiert.

Als sich die Situation in Deutschland verschlechterte, gewann die NSDAP immer mehr Verbündete. Im Jahr 1932 erhielt Hitler die Unterstützung großer Kapitalisten, um Hindenburg zur Ernennung als Kanzler zu bewegen.

Zerstörung der Republik und Diktatur

Im Februar 1933, nach dem Reichstagsbrand, wurden individuelle Rechte und Freiheiten unterdrückt, und die Zerstörung der Republik begann.

Als Hindenburg starb, übernahm Hitler das Amt des Staatsoberhaupts, proklamierte die Geburt des Dritten Reiches und leitete einstimmig die nationalsozialistische Diktatur ein.

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