Augustinus: Theologie, Geschichte und Einfluss auf die Philosophie

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Das Werk De civitate Dei (Vom Gottesstaat) von Augustinus behandelt die Theologie und die Interpretation der Geschichte als einen Kampf zwischen Gut und Böse. Es wurde als Reaktion auf die Anschuldigungen der Heiden geschrieben, die die Plünderung Roms durch die Westgoten im Jahr 410 n. Chr. als Beweis dafür sahen, dass der christliche Gott das Reich nicht beschützen konnte. Augustinus argumentierte, dass die Plünderung eine göttliche Strafe für die Sünden der Menschen war. Für Augustinus existieren zwei Städte: die irdische Stadt der Sünder und die ewige Stadt der Erlösten.

Augustinus' Leben und Entwicklung

Augustinus wurde 354 n. Chr. in Tagaste geboren. Sein Vater, Patricius, war Heide, während seine Mutter, Monika, Christin war. Er begann sein Studium der Grammatik und Rhetorik in Tagaste. Im Alter von 19 Jahren weckte die Lektüre von Ciceros Hortensius in Augustinus den Geist der Spekulation. Er vertiefte sich in die Suche nach der Wahrheit und wandte sich dem Manichäismus zu, der ihm ein Prinzip von Gut und Böse, Wissen durch Vernunft und die Suche nach Vollkommenheit durch den Verzicht auf weltliche Freuden versprach. Später erkannte er die Unmöglichkeit, die volle Wahrheit auf diese Weise zu erreichen, und wurde skeptisch.

Die Bekehrung zum Christentum

Im Alter von 30 Jahren ging Augustinus als Rhetoriklehrer nach Mailand. Dort hörte er Bischof Ambrosius predigen und entdeckte, dass die Bibel auch eine tiefe geistliche Bedeutung haben kann. Im Jahr 387 n. Chr. bekehrte er sich zum Christentum und begann, das Christentum zu verteidigen. Später wurde er Bischof von Hippo.

Historischer Kontext und Einflüsse

Augustinus lebte in einer Zeit bedeutender historischer Ereignisse, wie der Teilung des Römischen Reiches, der Plünderung Roms und dem Fall des Reiches. Er wurde von Platon beeinflusst, insbesondere in Bezug auf die Existenz ewiger Wahrheiten in der menschlichen Seele und die Beziehung zwischen der individuellen Seele und der sozialen Gemeinschaft. Später beeinflusste er Descartes in seiner Suche nach Gewissheit durch seine Methode. Auch Kant wurde durch die Präsenz von Ideen und Erfahrungen in Augustinus' Werk beeinflusst, ebenso wie Thomas von Aquin in Bezug auf die christliche Ethik.

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