Ausias März: Liebe, Tod und poetische Struktur in seinen Werken
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Liebe und Tod bei Ausias März
Wenn die Liebe das Thema ist, das Ausias März am besten wiedergibt, ist der Tod das zweite seiner Anliegen. März schrieb sechs "Death Songs" anlässlich des Todes seiner zweiten Frau, Jeanne Escorna. Trotz des Todes lebt die Liebe des Dichters weiter, wenn auch als eine reinere, spirituellere Liebe. In diesen Gedichten drückt März sein Leiden über den Verlust eines geliebten Menschen und sein Gefühl der Ungerechtigkeit, überlebt zu haben, aus. Sein größtes Anliegen ist jedoch die Weiterentwicklung, das heißt, das Schicksal der Seele der Verstorbenen, das er spürt. Diese Unsicherheit führt zu noch größeren Schmerzen, bis zu dem Punkt, an dem er den Geist der Verstorbenen anruft, um die Zweifel zu beseitigen: Ob die Seele seiner Frau bewahrt ist und ob sie daher für die Ewigkeit in den Himmel oder in die Hölle verurteilt wird.
Poetische Struktur bei Ausias März
Eine große Anzahl von Gedichten folgt der gleichen Architektur von Ausias März: Im ersten Teil präsentiert der Dichter eine Anekdote oder ein Beispiel, im zweiten Teil passt er die Anekdote oder das Beispiel an sein Problem an, und im letzten Teil gibt der Dichter, zusätzlich zu dem entsprechenden Signal an die Ordnung, eine abschließende Synthese.
Rhetorische Grundlagen und Intimität
Im Rahmen dieser Struktur stellen Vergleiche und große Bilder die Grundlagen der rhetorischen Markierung dar. Sowohl das eine als auch das andere haben eine klare Funktion: die Intimität des Ich zu zeigen, meistens ein trauriges, gequältes Ich. Deshalb zeigen März' Vergleiche oft Extreme: Es ist nicht verwunderlich, dass sie zu Tode Verurteilte, gefolterte Figuren, beunruhigende Situationen darstellen ...
Beispiel: Das Leiden im Gedicht XIII
Viele Gedichte unterstreichen die Wirkung der Bilder. Im Gedicht XIII, zum Beispiel, um den großen Schmerz und das Leiden von März darzustellen, sehen wir, wie extrem es ist: Er greift auf den klassischen Mythos von Tizian zurück, der dazu verurteilt ist, ewig zu leiden, aber der Dichter sagt uns, dass sein Schmerz schlimmer ist, denn während der Riese vom Geier gefoltert wird, leidet der Dichter unter zwei Holzwürmern: einem, der an seinem Gedanken nagt, und einem am Herzen. Der Dichter stirbt für die Liebe.