Autismus im Kindergarten: Kommunikation, Diagnose und Frühförderung
Eingeordnet in Lehre und Ausbildung
Geschrieben am in
Deutsch mit einer Größe von 3,71 KB
Autismus im Kindergarten: Kommunikation mit Eltern
Die Rolle der Betreuungsperson bei Verdacht auf Autismus
Wenn Eltern vermuten, ihr Kind könnte autistisch sein, spielt die Betreuungsperson (Erzieher/in) eine entscheidende Rolle. Mit großer Sensibilität ist das Kind zu beobachten, um Auffälligkeiten besser aufzudecken und die Kommunikation mit den Eltern zu suchen.
Störungen wie PDD (Pervasive Developmental Disorder) erfordern sofortige Maßnahmen. Psychologische Betreuung oder öffentliche Schulpsychologen können den Erziehern helfen, mit den Eltern zu kommunizieren. Die Schule muss umgehend ein professionelles Team zur Behandlung des Kindes bereitstellen.
Entwicklung individueller Förderprogramme (AT)
Die Entwicklung eines Ausbildungsprogramms muss auf die Bedürfnisse jedes einzelnen Kindes zugeschnitten sein, um objektivere therapeutische und pädagogische Strategien zu gewährleisten.
Die Diagnose ist für die Intervention sehr wichtig. Sie dient als Grundlage, um die notwendigen Unterstützungsarten und Anpassungen zu definieren. Nach Lloente Martos und allen Bildungsprogrammen gilt:
- Die Intervention muss flexibel und an die Behinderung angepasst sein.
- Es muss mehr Einfluss auf das Umfeld genommen werden, in dem das Individuum tätig ist.
- Ziel ist die Förderung des Wohlergehens und der Lebensqualität.
Autismus und die Auswirkungen auf die Eltern
Im Bereich der geistigen Behinderung verursacht Autismus oft die größten Auswirkungen auf die Familien. Dies liegt an:
- Dem Mangel an Empathie des Kindes.
- Beeinträchtigten emotionalen Bindungen.
- Sozialen und kommunikativen Schwierigkeiten.
Die Diagnose ist oft schwierig, da biologische Marker oder dysmorphe Merkmale fehlen. Eltern gehen oft monatelang davon aus, sie würden ein normales Kind erziehen, bis sie mit einer Vielzahl von Meinungen von Fachleuten konfrontiert werden.
Diagnosekriterien und Merkmale autistischer Kinder
Zu den diagnostischen Merkmalen gehören:
- Abnormale Entwicklung oder mangelhafte Interaktion und Kommunikation.
- Mangelnde Reaktion auf andere Menschen.
- Eingeschränktes Repertoire an Aktivitäten und Interessen.
Autistische Kinder leben oft in ihrer eigenen Welt der Gefühle, die sie durch Stereotypien (Selbststimulation) ausdrücken. Die Fixierung auf die eigenen Gefühle verhindert den Aufbau angemessener emotionaler Beziehungen, hemmt die sensomotorische Entwicklungsphase sowie die Entwicklung des symbolischen Spiels und der Sprache.
Charakteristisch ist auch der Mangel an Intentionalität und Sinn in ihrem Handeln. Sie wissen oft nicht, was sie selbst mögen oder was andere mögen. Objekte müssen immer in der gleichen Reihenfolge oder Platzierung sein. Sie leben in einem Zustand der Integration von Gefühlen, wobei Lob und Emotionen oft in der Interaktion mit der Mutter entstehen.
Frühe Interventionsprogramme
Frühe Interventionsprogramme umfassen verschiedene Säulen:
Direkte Unterstützung
Erkennung, Diagnose, Überwachung und Evaluierung des Kindes, der Familie und des Umfelds.
Forschung
Kombination aller Maßnahmen, die auf die Studie, die Teilnahme und die Überwachung der wissenschaftlichen Entwicklung gerichtet sind.
Training und Schulung
Vier Arten von Maßnahmen: Verbreitung von Informationen, Ausbildung, Beratung.
Zusätzlich müssen folgende Aktionen geplant und entwickelt werden:
- Prävention (individuell, familiär und im sozialen Umfeld)
- Individuelle Betreuung
- Anpassung der Umwelt