Der Barock: Kunst, Architektur und Skulptur im 17. Jahrhundert
Eingeordnet in Musik
Geschrieben am in
Deutsch mit einer Größe von 3,84 KB
Der Barock im 17. Jahrhundert: Eine Epoche der Gegensätze
Der Barock im siebzehnten Jahrhundert in Europa war unterteilt in zwei große Zonen: die Mittelmeer-Zone unter dem Einfluss des Papsttums, die der Theke (Gegenreformation) folgte, und das Gebiet nördlich von Europa, unter dem Einfluss der protestantischen Kirchen.
Politisch gesehen: Im Süden dominierten die absoluten Monarchien. Im Norden wurden parlamentarische Versuche eingeleitet.
Politische und religiöse Spaltung in der Kunst
Die Kunst spiegelte die politische und religiöse Spaltung wider: Der Gegenakzent (Counter-Reformation) und die absolute Monarchie verlangten, dass die Kunst ihre Macht ideologisch bekräftigen sollte. Diese Ideologie sollte beim Betrachter durch die Sinne mittels der Kunst (Architektur, Malerei und Skulptur) eine umfassende Wirkung erzielen. Die Kunst diente der politischen Macht und der Region als reichhaltige, bühnenbildartige und blendende Propaganda. Es sollte eine emotionale Wirkung auf den Betrachter erzeugt werden. In Nordeuropa war es die Bourgeoisie, deren wirtschaftliche Macht die Themen bestimmte und die Kunst dem bürgerlichen Geschmack anpasste.
Barocke Modelle nach geografischem Gebiet
Barock-Modelle entwickelten sich je nach geografischem Gebiet:
- Der Barock der Gegenreformation (Kontra-Barock): Ausgedehnt von Italien und Spanien, dessen Themen darauf abzielten, die Prinzipien des Konzils von Trient zu vermitteln.
- Der Barocke Absolutismus: Entwickelt in Frankreich und mit dem Einzug der Bourbonen in Spanien, klassisch ausgerichtet, um als überzeugendes Argument der königlichen Macht zu dienen.
- Der Protestantische Barock: Entwickelt in den Niederlanden, richtete sich sein Charakter an eine bürgerliche Klientel, mit einer Vorliebe für traditionelle Themen wie Stillleben, Interieurs und Landschaften.
Architektur des Barock
Merkmale der Barockarchitektur
ARCHITEKTUR:
- Die Gebäude sind von Bewegung erfüllt. Dies nutzt Elemente wie geschwungene Giebel oder Giebelspiele. Die Salomonische Säule wird zu einem der charakteristischsten Elemente.
- Die Fassaden der Gebäude wurden mehrschichtig gestaltet, wodurch Effekte von Licht und Perspektivspielen eingeführt wurden.
- Illusionistische Effekte wurden verwendet, um den Raum zu vergrößern.
- Es wurden große Kuppeln verwendet.
- Es wurde mit riesigen Säulen gearbeitet.
- Es gab eine reiche Verzierung, die durch die Anordnung der Elemente entstand.
- Die Gebäude waren von enormen Hauptalleen und Plätzen umgeben, die zu ihnen hinführten.
Skulptur im Barock
Innovationen und Ausdruckskraft
SKULPTUR: Wie bei der Architektur lag der Geburtsort der Barockskulptur in Italien. Die Bildhauer begannen, Innovationen in ihre Werke einzuführen. Der eigentliche Boom der Skulptur, der die Bewegung erreichte, war mit der Figur Berninis verbunden.
- Das Interesse am Ausdruck spiegelt sich in der Behandlung der Gewänder wider, die prall wurden. Die Figuren sind diagonal ausgerichtet und vermitteln durch Verkürzung einen Sinn für Dynamik.
- Vorhänge akzentuieren die Bewegung von Licht und Schatten.
- Der Sinn für Theatralik führte dazu, dass die Skulpturen innerhalb eines Rahmens konzipiert wurden. Daher die verbindende Kraft von Architektur und Skulptur (der gesamten Kunst).
- Menschliche Ausdrücke werden dramatisch eingefangen, Themen, die helfen, den Betrachter zu bewegen (Konzept).
- Es wurden verschiedene religiöse, mythologische Bilder usw. dargestellt.