Barock: Merkmale, Ursprung und Kunstgeschichte
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Barock: Allgemeine Eigenschaften
Chronologie: Erstreckt sich vom Ende des 16. Jahrhunderts bis zum Ende des 18. Jahrhunderts (die letzte Phase wird als Rokoko bezeichnet).
Quellen: Die Renaissance-Krise
- Kreative Erschöpfung: Die Plünderung Roms (1527) und die wirtschaftliche Inflation lösten ein Gefühl der Verzweiflung in der Gesellschaft aus.
- Manierismus: Der italienische Stil drückte eine Krise aus, die den Barock ankündigte.
- Gegenreformation: Unter der Leitung des Konzils von Trient (1545–1563) legte die katholische Kirche spezifische Leitlinien für die Kunst fest. Die Kunst sollte eine Verbindung zu den Gläubigen herstellen, sie blenden und bewegen, damit sie sich einer wahren Religion zugehörig fühlen.
Formale Aspekte
Es findet eine Abwandlung der klassischen Form statt, ohne diese jedoch vollständig aufzugeben. Es gibt eine Vielzahl von Stilen, weshalb keine einzelne formale Idee definiert werden kann. Dies führt zur Integration oder Fusion verschiedener Künste in einem Werk.
Das Emotionale dominiert über das Rationale und Geometrische. Das Reich wird als instabil wahrgenommen, was sich in Kontrasten widerspiegelt:
- Ein- und ausspringende Formen
- Umgekehrte Kurven
- Lichteffekte: Einsatz von Hell-Dunkel-Effekten (Chiaroscuro) und Lichtbrechungen.
- Materialvielfalt: Einsatz verschiedener Materialien und Farben.
Die Werke sind atemberaubend und erzielen spektakuläre, theatralische Effekte gemäß den Vorgaben der Gegenreformation.
Dekoration und Architektur
In der Regel herrscht eine Fülle an Dekoration, besonders im Rokoko, das durch extremen Dekorativismus, Exotik und die Überlagerung von Strukturen durch Steingärten und andere Elemente gekennzeichnet ist. Es existieren jedoch auch sehr nüchterne Stile.
Elemente
Klassische Elemente bleiben erhalten, werden jedoch oft verändert:
- Verwendung der Riesenordnung nach Michelangelo.
- Veränderung klassischer Elemente: Gebrochene Giebel, längliche und schmale Säulen.
- Neue Grundrisse: Entwicklung ovaler und elliptischer Formen.
- Jesuitenkirche: Ein einziges Schiff, kein vorspringendes Querschiff, angefügte Kapellen.
- Häufige Verwendung von Kurven und Wellen, die Dynamik vermitteln.
- Verwendung von Stipes (verjüngte Säulen).
Zudem entwickelte sich eine bedeutende Stadtplanung, vor allem im 18. Jahrhundert, mit monumentalen Plätzen und Gärten.