Barocke Literatur: Conceptismo, Culteranismo und Theater

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Poetry im Barock: Conceptismo und Culteranismo

Die barocke Ästhetik konzentriert sich auf den Intellekt, die Fülle an Ideen und Konzepten. Das Wesentliche ist die expressive Sprache, die mit prägnanten Mitteln die Bedeutung des Werkes vermittelt.

Culteranismo: Luis de Góngora

Der Culteranismo, maßgeblich geprägt durch Luis de Góngora, strebt nach einer verschönerten Wirklichkeit. Er nutzt ein kultiviertes Lexikon, lateinische Syntax und zahlreiche mythologische Themen.

  • Merkmale: Intensivierte Syntax, gelehrte Wörter und eine Fülle an Metaphern.
  • Beispiel: Die Fabel von Polyphem und Galatea erzählt die tragische Liebe eines Zyklopen zu einer Nymphe.
  • Thematik: Góngora greift das Thema des Carpe Diem auf, jedoch mit einer pessimistischen Note hinsichtlich der Vergänglichkeit.

Conceptismo: Francisco de Quevedo

Der Conceptismo von Francisco de Quevedo verbindet das Raffinierte mit dem Volkstümlichen. Er spiegelt die barocke Düsterkeit wider und nutzt den Witz als zentrales Element.

  • Reflektierende Poesie: Ausdruck tiefer Gefühle, Pessimismus und Reflexion über Tod und Zeit.
  • Spielerische Poesie: Satirische Gedichte, die mit linguistischen Mitteln spielen und oft gegen Góngora gerichtet sind.

Prosa und der Schelmenroman

Im Barock verschwinden die Ritterromane zugunsten des Schelmenromans und allegorischer Erzählungen. Quevedo war ein bedeutender Prosaautor, dessen Werk sich in politische, moralische, philosophische und satirische Schriften unterteilt.

Die Buscón

Die Buscón ist ein klassischer Schelmenroman, der den moralischen Verfall der Zeit widerspiegelt. Die Geschichte folgt Pablos, dem Sohn einer Hexe und eines Räubers, der versucht, in der Gesellschaft aufzusteigen, jedoch ständig an den widrigen Umständen und seinem sozialen Umfeld scheitert. Das Werk verdeutlicht den barocken Pessimismus und die soziale Kritik jener Zeit.

Das Theater im Barock

Das Theater gliederte sich in drei Hauptformen:

  • Religiöses Theater: Religiöse Stücke mit abstrakten Charakteren und dem Konflikt zwischen Gut und Böse.
  • Hoftheater: Repräsentiert in Gärten und Palästen, oft mit mythologischen und fantastischen Komödien.
  • Corrales de Comedias: Volkstheater in offenen Höfen, das Komödien, Tragikomödien oder Dramen aufführte.

Lope de Vega und die „Neue Komödie“

Lope de Vega revolutionierte das Theater durch die Einführung der Neuen Komödie (Comedia Nueva), die mit klassischen Regeln brach:

  • Struktur: Aufteilung in drei Akte (statt fünf) mit einer Mischung aus tragischen und komischen Elementen.
  • Regelbruch: Ablehnung der Einheit von Ort, Zeit und Handlung.
  • Inhalte: Einbeziehung von Lyrik, spanischen Legenden, zeitgenössischen Komödien, Liebeswirren und der Verehrung der Monarchie als Garant für Ordnung und Gerechtigkeit.
  • Soziale Werte: Fokus auf Ehre, eheliche Treue und die Reinheit des alten kastilischen Adels.

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