Barockmusik: England und Deutschland
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Englischer Barock: Der englische Bürgerkrieg und die Zeit der Republik unter Cromwell beeinflussten die englische Regierung bis zur Ankunft Karls II. Dieser brachte den europäischen Geschmack nach England. Purcell arbeitete an der Maskerade und an der Oper. Zu seinen Werken gehören: King Arthur, The Fairy-Queen, und Dido and Aeneas. Er komponierte auch zahlreiche Anthems. Purcells Tod hinterließ die englische Musiklandschaft leer, aber bald erlangte Händel große Bedeutung. Händel, obwohl in Deutschland geboren, arbeitete in England und verstaatlichte seine Werke. Zu seinen bekanntesten Werken gehören Julius Caesar und die Oper Alcina. Ein weiteres wichtiges Werk ist das Oratorium Israel in Egypt, sowie Jephtha und Messiah. Händel komponierte auch instrumentale Musik, darunter Concerti Grossi im Stil von Solokonzerten. Werke wie Water Music und Music for the Royal Fireworks markieren den Beginn eines nationalistischen Stils, der den italienischen Einfluss zurückdrängte. Ein weiterer wichtiger Komponist war Arne, der die Hymne God Save the King komponierte.
Deutscher Barock: Der deutsche Barock begann mit dem italienischen Einfluss. Eine Reformbewegung durchzog das deutsche Volk und führte zur Entwicklung der Kantate (Kirchenchor). Bachs Vorgänger waren wichtige Organisten. Schütz übernahm den italienischen Stil und ahmte Monteverdi und Gabrieli nach. Seine Werke umfassen berühmte Symphonien und Sakralmusik. Buxtehude, ein bedeutender Organist in Lübeck, organisierte Konzerte und förderte die technische Entwicklung der Orgel. In Lübeck gründete er eine Musikschule und komponierte biblische Werke. Pachelbel, ein weiterer bedeutender Organist, schrieb Sonaten, Präludien und Sinfonien. Johann Sebastian Bach, das große Genie des Barock, komponierte ein umfangreiches Werk, das Gott gewidmet ist. Er verband italienische Eleganz mit praktischem Kontrapunkt und schrieb über 300 Kantaten, sowie Weihnachts- und Osteroratorien, Passionen und die h-Moll-Messe. Im Instrumentalbereich widmete er sich besonders der Orgel und komponierte Präludien, Fugen und Toccaten. Er schrieb auch das Wohltemperierte Klavier, eine Sammlung von Präludien und Fugen, sowie die sechs Brandenburgischen Konzerte. Viele seiner Zeitgenossen wurden erst nach seinem Tod im Jahr 1729 entdeckt. Seine Söhne, Wilhelm Friedemann, Carl Philipp Emanuel, Johann Christian, setzten sein Werk fort.