Die Barockzeit: Kunst, Wissenschaft und Architektur

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Die barocke Mentalität

Die westliche Kultur des 17. Jahrhunderts war von religiösen Auseinandersetzungen geprägt, die zu einem Wandel der Denkweise führten. Diese Ära war durch exaltierte Gefühle gekennzeichnet.

Natur und Barockkultur

Die Künstler des römischen Barocks wollten die Wirklichkeit so darstellen, wie sie war. Gleichzeitig wollten sie in der Literatur starke Gefühle beim Zuschauer wecken, was zu einer Blütezeit führte, die als das Goldene Zeitalter bekannt ist.

Die wissenschaftliche Revolution

In Europa triumphierten neue Methoden der Erkenntnis. Wissenschaftler und Denker des Barocks machten geltend, dass die Wahrheit durch Empirie (Versuche) und den Gebrauch der Vernunft erreicht werden könnte. Die drei wichtigsten Wissenschaftler waren:

  • Galileo Galilei: Bestätigte die heliozentrische Theorie von Kopernikus.
  • Johannes Kepler: Formulierte die Gesetze der Planetenbahnen.
  • Isaac Newton: Legte das Gesetz der universellen Gravitation fest, das die Bewegung der Planeten im Universum erklärt.

Die Barockarchitektur

Barocke Gebäude wurden errichtet, um die Aufmerksamkeit der Betrachter zu gewinnen. Typische Merkmale sind:

  • Die Verwendung von geschwungenen Linien und Spiralsäulen.
  • Die Schaffung von Lichteffekten an den Fassaden.
  • Eine Fülle an Dekorationen und Ornamenten.
  • Die Verwendung von edlen und auffälligen Materialien.

Rom: Die Hauptstadt des Barocks

Rom war der Geburtsort des barocken Stils. Im Zuge der Gegenreformation beschloss der Papst, die Stadt umzugestalten und große Kirchen im neuen barocken Stil zu errichten. Gian Lorenzo Bernini war der bevorzugte Architekt der Päpste; er entwarf unter anderem den Petersplatz und das Ziborium in der Basilika.

Der Ausbau des Barocks

Die barocke Architektur verbreitete sich schnell über den Kontinent:

  • Portugal: Geprägt durch reichliche Dekoration.
  • Spanien: Typisch war der Bau prunkvoller Altaraufsätze (Retablos).
  • Frankreich: Gekennzeichnet durch gerade Linien und weniger üppiges Dekor, wie etwa beim Schloss von Versailles.

Der Petersplatz und die Petersbasilika

Rom war das Zentrum der Christenheit. Die Petersbasilika, deren Bau im 16. Jahrhundert begann, gilt als das wichtigste Werk des Barocks. Der Petersplatz wurde nach dem Entwurf des bedeutenden Architekten Gian Lorenzo Bernini realisiert.

Die barocke Malerei

Die Malerei dieser Epoche zeichnete sich durch folgende Merkmale aus:

  • Hoher Realismus.
  • Szenen voller Bewegung und Kraft.
  • Figuren, die von starken Emotionen erfüllt sind.
  • Vielfältige Themen: religiöse Motive, mythologische Szenen und Darstellungen des täglichen Lebens.

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