Basilika San Lorenzo: Meisterwerk der Renaissance

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Basilika San Lorenzo: Ein Meisterwerk der Renaissance

Die Basilika San Lorenzo wurde im Quattrocento von dem Architekten Filippo Brunelleschi zwischen 1422 und 1470 erbaut. Sie ist von der gotischen Kirche Santa Croce inspiriert.

Architektonischer Aufbau

Die Kirche ist in drei Schiffe und Seitenkapellen unterteilt. In der Mitte des Querschiffs befindet sich eine Kuppel, die von Kapellen umgeben ist. Gegenüber der Mitte der Vierung liegt die Hauptkapelle.

Der Grundriss folgt einem lateinischen Kreuz. Die Basilika ist stark längsorientiert; im Bereich der Vierung wurde eine Kuppel mit Laterne errichtet. Der Raum wurde mathematisch und geometrisch moduliert, wobei der Kreis in einem Quadrat als Maß für das Verhältnis zur menschlichen Figur diente.

Klassische Elemente und Harmonie

Die architektonischen Elemente sind harmonisch und greifen auf die klassische Welt sowie frühchristliche Basiliken zurück:

  • Kassettendecke: Inspiriert durch das Pantheon.
  • Säulen und Kapitelle: Reiche korinthische Kapitelle auf monolithischen Säulen im Mittelschiff sowie Pilaster an den Seiten.
  • Architektonischer Rhythmus: Brunelleschi nutzte ein besonderes System im Mittelschiff, bei dem auf dem Kapitell ein Stück Gebälk liegt, das den Bogen stützt.
  • Gewölbe: Kreuzrippengewölbe in den Seitenschiffen.

Proportionen und Lichtgestaltung

Der Architekt arbeitete mit dem Wechsel der Farben, um die traditionelle florentinische Bichromie zu erreichen. Das zentrale Quadrat, in dem die Kuppel eingeschrieben ist, dient als Modul für die gesamte Kirche:

  • Jeder Abschnitt des Kirchenschiffs entspricht der Hälfte des Moduls.
  • Jedes Modul der Seitenschiffe entspricht einem Viertel.
  • Die Höhe des Kirchenschiffs ist doppelt so breit wie das Schiff selbst.
  • Das Verhältnis der Höhe zwischen den Bögen, die das Kirchenschiff mit den Seitenkapellen verbinden, beträgt 5:3.

Das Licht fällt gezielt durch Fenster ein. Während die Gewölbe in den Seitenschiffen und die Okuli für eine gewisse Lichtführung sorgen, bleiben die Kapellen eher dunkel. Diese Lichtabstufung betont die perspektivische Wirkung des Raumes.

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