Baumaschinen-Guide: Bulldozer, Bagger und Walzenzüge

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Bulldozer und Planierraupen

Docere: Die Planierraupe (Bulldozer) verfügt über eine gerade Klinge, die senkrecht an der Zugmaschine montiert ist. Sie ist sehr steif und kompakt konstruiert.

  • Angledozer: Besitzt eine schlanke Blattform, die im Winkel zur Fahrtrichtung steht.
  • Tiltdozer: Ermöglicht eine vertikale Neigung. Dies ist nützlich für das Ausheben von Gräben auf geneigten Flächen oder um die gesamte Kraft auf eine Stelle zu konzentrieren, indem der Bodendruck gebündelt wird.
  • Blade (Schild): Kastenförmig, breiter als die Zugmaschine und gebogen, um das Material optimal zu bewegen. Es dient zum Heben, Senken und Drücken von Erde in geringer Tiefe und über kurze Distanzen (50–60 m).

Anwendungen und Bauformen

Anwendungen: Schieben, Schürfen oder Aufreißen (Ripado), Einsatz als Schaber oder zur Unterstützung eines Radladers.

Merkmale der Seitenansicht:

  • Bulldozer: Reduzierte Länge bei größerer Höhe, wodurch sich mehr Material ansammelt. Die obere Kurve ist in Semi-U-Form oder U-Form ausgeführt.
  • Angledozer: Weist eine erhöhte obere Krümmung auf und wirkt insgesamt stilisierter.
  • Ripper (Heckaufreißer): Ein Zubehör an der Rückseite zum Aufreißen von festem Land; meist mit 1, 2 oder 3 Zähnen (Nachkommen) ausgestattet.

Lader: Transport und Hydrauliksysteme

Lader dienen dem Laden und Transportieren über kurze Distanzen mittels Hydraulikkraft.

  • Crawler (Raupenlader): Bietet hohe Stabilität auf nivelliertem, nicht felsigem oder schlammigem Boden. Die Geschwindigkeit beträgt ca. 10 km/h; für den Transport ist ein Tieflader erforderlich.
  • Radlader (Pneumatisch): Verfügt über 4-Rad-Antrieb und oft über ein Knickgelenk (artikuliert) zur Verbesserung der Stabilität.

Ausrüstung: Besteht aus Gelenkarm, Verbindungselementen, Löffel und Messerzähnen.

Technische Parameter

  • Kipplast: Standfestigkeit bei horizontaler Ausrichtung.
  • Bewegung: Maximal 6,5 km/h; die Last sollte 50 % der Kipplast nicht überschreiten.
  • Hydraulische Hubkraft: Kraft bei verankerter und stabilisierter Maschine.
  • Losbrechkraft: Die Hubkraft direkt am Rand des Blattes.
  • Ausschütthöhe (Dump Height).

Löffel (Spoon): Die Größe der Öffnung variiert je nach Nutzung und Gelände. Eine größere Breite führt zu einer geringeren Losbrechkraft.

  • Allgemein: Verschiedene Breiten und gerades Profil. Spezielle Verbindungen ermöglichen zusätzliche Kapazität zur Materialaufnahme.
  • Fels (Rocas): Verfügt über ein gerades Profil und eine V-Form.

Hydraulische Baggerlader: Komponenten

Teile: Chassis und Fahrwerk-Komponenten, Aufbau (der Oberwagen ist über den Drehkranz mit dem Chassis verbunden), Kabine, Dieselmotoren und Hydrauliksysteme.

Die Hydraulik sorgt durch einen ausgeglichenen Fluss dafür, dass die maximale Leistung dort verfügbar ist, wo sie benötigt wird. Dies ermöglicht simultane Bewegungen auch bei niedrigen Motordrehzahlen. Durch die Betätigung der Ventilhebel wird Öldruck an die entsprechenden Zylinder geleitet, um den Eimer, den Ausleger (Stiel) und die Stabilisatoren zu bewegen.

Drehkranz (Plattenspieler): Besteht aus einem Zahnkranz; der untere Teil ist fest mit dem Chassis verbunden, während das Ritzel im Oberbau die Drehung ermöglicht.

Ausstattung und Werkzeuge

  • Ausleger (Pen): Einteilig oder zweiteilig für größere Beweglichkeit und tiefe Baugruben.
  • Arme: In verschiedenen Längen erhältlich (Standard, kurz, lang).
  • Löffel: Ausgestattet mit Zähnen und Klingen (normal, schmal, Aufreißer/Escarificadora, Trapezform, für Sand oder Böschungen).

Baggerlader (Kombigeräte)

Hierbei handelt es sich um eine selbstfahrende Maschine auf Rädern, die so konstruiert ist, dass sowohl ein Frontlader als auch ein Heckbagger montiert sind und austauschbar verwendet werden können.

  • Einsatz als Bagger: Die Maschine gräbt in der Regel unter Bodenniveau durch Bewegung der Schaufel in Richtung der Maschine. Sie hebt, sammelt, befördert und entlädt Material im Stillstand.
  • Einsatz als Lader: Lädt oder gräbt durch Verschiebung und Bewegung der Arme; hebt, befördert und entlädt das Material während der Fahrt.

Typen von Fahrgestellen

  • Starrer Rahmen, Allradantrieb und Achslenkung: Bietet Robustheit, Stabilität und gute Torsionsabsorption.
  • Knickgelenkter Rahmen (Artikuliert): Bietet maximale Manövrierfähigkeit, ideal für enge Räume.
  • Starrer Rahmen mit Allradlenkung (AWS): Kombiniert Robustheit mit dem kleinsten Wenderadius durch Lenkung beider Achsen.

Landtransport und Verdichtungstechnik

Transportfahrzeuge im Erdbau

  • Autovolquetes (Vorderkipper): 1–3 t Nutzlast, 0,5 bis 1,8 m³ Volumen (Front- oder Seitenkipper).
  • Arbeits-Lkw: Bis zu 15 Tonnen.
  • Dumper: 12–32 t Nutzlast.
  • Porta-Container: Zum Transport von Containern.

Walzenzüge zur Bodenverdichtung

Diese Maschinen mit Eigenantrieb oder als Anhänger erhöhen die Dichte von Materialien durch:

  • Statisches Gewicht
  • Schock oder Vibration
  • Kneten (dynamischer Druck)
  • Eine Kombination dieser Effekte

Verdichtungssysteme: Man unterscheidet zwischen statischer Verdichtung (rein nach Gewicht) und dynamischer Verdichtung (Gewicht kombiniert mit Vibration).

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