Bedeutende Autoren der spanischen Romantik

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Mariano José de Larra: Leben und Werk

Die Prosa von Larra: Larra wurde in Madrid geboren und verbrachte einen Teil seiner Kindheit in Frankreich. In Spanien studierte er bei den Escolapians und den Jesuiten. Nach seiner Rückkehr nach Madrid widmete er sich der Literatur und beschäftigte sich nach der Übersetzung französischer Werke mit der Zensur. Er veröffentlichte fünf Ausgaben von El Duende Satírico del Día und schrieb zudem für die spanische Zeitschrift Revista Española und El Observador. Er reiste durch verschiedene europäische Länder. Als Abgeordneter verfügte er über eine Akte; seine moderate Unterstützung für diesen Sektor brachte ihm viele politische Kritiken ein. Aufgrund politischer Desillusionierung und der Trennung von seiner Geliebten beging er Selbstmord durch einen Schuss in den Kopf.

Literarische Gattungen bei Larra

  • Artikel der Sitten (Artículos de costumbres): In diesen Artikeln analysiert Larra die Realität kritisch und schlägt Reformen vor, um eine freiere und kultiviertere Gesellschaft zu verwirklichen. Die wichtigsten Punkte finden sich in Werken wie El castellano viejo, Casarse pronto y mal und Vuelva usted mañana.
  • Politische Texte: Diese Artikel spiegeln seine liberale Ideologie wider und reflektieren die politische Realität Spaniens. Er thematisiert die Frage der Meinungsfreiheit und der Zensur.
  • Literaturkritische Artikel: Die meisten sind engagierte Kritiken, die sich sowohl auf die Aufklärung des Publikums als auch auf die Darstellungen beziehen. Er lobt die neoklassische Komödie sowie Dramen und romantische Werke ausländischer Autoren.

Stilistische Merkmale

Larra nutzte Pseudonyme. In seinen Texten setzte er einen fiktiven Erzähler ein, der oft Situationen reflektiert und erzählt, in denen Protagonisten oder andere Charaktere als Beispiele für das dienen, was er kritisieren möchte. In der narrativen Struktur greift Larra auf den Dialog zwischen den Charakteren, zwischen Pseudonymen oder zwischen dem Erzähler und dem Leser sowie auf den Austausch von Briefen zurück.

Rosalía de Castro: Die Stimme Galiciens

Rosalía de Castro, die uneheliche Tochter von Maria Teresa de Castro, wurde in Santiago de Compostela geboren und lernte ihren Vater nie kennen. Sie zog nach Madrid um, wo sie ihr erstes Gedichtbuch La Flor veröffentlichte. Rosalía trug maßgeblich zur Wiedergeburt der modernen Literatur in galizischer Sprache bei. Ihre Dichtung ist zwischen der intimen lyrischen Tendenz der Romantik und dem Übergang zum Symbolismus angesiedelt.

Zentrale Themen ihres Werkes

  • Der Schmerz: Themen wie Einsamkeit, Lebensmüdigkeit und eine vorherrschende existenzielle pessimistische Vision.
  • Weitere Themen: Liebe, literarisches Schaffen sowie die Notwendigkeit, Poesie zu schreiben.
  • Galicisches Land: In galizischen Liedern (Cantares Gallegos) konzentriert sie sich auf die Bräuche, Traditionen und die Landschaft Galiciens. Sie thematisiert zudem das Drama der Auswanderung, die Härte des bäuerlichen Lebens, Marginalisierung und Verlassenheit. Sie preist ihr Land und ihre Sprache und kritisiert das Vergessen und die Verachtung durch andere Provinzen, insbesondere Kastilien.

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