Befruchtung & Embryonale Entwicklung: Stadien des frühen Lebens

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Befruchtung: Der Beginn neuen Lebens

Die Befruchtung ist die Vereinigung von Ei- und Samenzelle. Sie findet im weiblichen Genitaltrakt, genauer gesagt in einem Eileiter (auch Fallopischer Eileiter genannt), statt. Das Ergebnis dieser Vereinigung ist die Bildung der Zygote, der befruchteten Eizelle. Die Eileiter stellen die Verbindung zwischen den Eierstöcken, wo die Ovulation (Eisprung) stattfindet, und der Gebärmutter her. In der Gebärmutter beginnt die Zygote ihre weitere Entwicklung.

Embryonale Entwicklung: Von der Zygote zum Neugeborenen

Die embryonale Entwicklung umfasst die Gesamtheit der Veränderungen, die ein Lebewesen während seines Lebens durchläuft. Bei Menschen und vielen anderen Lebewesen beginnt sie mit der Bildung der Zygote. Der erste Teil dieser Entwicklung endet mit der Geburt und wird als embryonale oder pränatale Entwicklung bezeichnet. Die postnatale Entwicklung beginnt mit der Geburt und setzt sich für den Rest des Lebens fort.

Stadien der Embryonalentwicklung

  • Stufe 1: Befruchtung und Zygote

    Trifft ein Spermium auf eine Eizelle im Eileiter, versucht es, deren Membran zu durchdringen. Ist dies erfolgreich, bildet die Eizelle eine schützende Hülle, die das Eindringen weiterer Spermien verhindert. Die Befruchtung ist abgeschlossen, sobald die Kerne von Ei- und Samenzelle verschmelzen. Ab diesem Moment beginnt die embryonale Entwicklung.

  • Stufe 2: Zellteilung und Zweizellstadium

    Die Zygote, die nun aus einer einzigen Zelle besteht, bewegt sich durch den Eileiter in Richtung Gebärmutter und beginnt sich zu teilen. Bis zum Ende des zweiten Tages besteht sie aus zwei Zellen, die eng zusammengehalten werden.

  • Stufe 3: Morula-Bildung

    Die Zellen teilen sich weiter, bis sie eine kugelförmige Struktur aus etwa 32 Zellen bilden. Diese wird aufgrund ihres maulbeerähnlichen oder festen Aussehens als Morula bezeichnet.

  • Stufe 4: Blastozysten-Entwicklung

    Innerhalb der Morula bildet sich ein Hohlraum, wodurch sie die Form einer hohlen Kugel annimmt. Diese frühe embryonale Struktur wird als Blastozyste bezeichnet.

  • Stufe 5: Innere Zellmasse und Embryo-Ursprung

    Eine Gruppe von Zellen im Inneren der Blastozyste kondensiert und bildet eine kompakte Zellmasse an einem Ende. Aus dieser inneren Zellmasse entwickelt sich der eigentliche Embryo, d.h. alle seine Gewebe und Organe, und somit der zukünftige Erwachsene.

  • Stufe 6: Implantation in die Gebärmutter

    Der Embryo nistet sich in die Wand der Gebärmutter ein, die sich mit einer speziellen Schicht, dem Endometrium, auf dieses Ereignis vorbereitet hat. Dieser Prozess, die sogenannte Implantation, dauert bis etwa zum 14. Tag nach der Befruchtung.

Wichtige Aspekte der Embryonalentwicklung

Ein entscheidender Punkt ist, dass fast 70% der Zygoten und frühen Embryonen auf natürliche Weise eliminiert werden, bevor sie sich erfolgreich in der Gebärmutterwand (Endometrium) einnisten können. Diese scheinbar geringe Effizienz des Fortpflanzungsprozesses ist ein Ergebnis der Evolution. Die Evolution hat Mechanismen ausgewählt, die sicherstellen, dass nur die stärksten und lebensfähigsten Embryonen die Schwangerschaft bis zum Ende durchlaufen. Dies gewährleistet, dass Neugeborene die bestmöglichen Voraussetzungen haben, um zu wachsen, sich zu entwickeln und das Erwachsenenalter zu erreichen.

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