Der Beginn des Spanischen Bürgerkriegs: Putschversuch von 1936
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Vorbereitungen und frühe Phasen der Verschwörung
Bereits in der Nacht der Wahlen vom Februar 1936 versuchte General Franco, einen Zustand des Krieges auszurufen. Im März einigte sich eine Gruppe von Generälen (Sanjurjo, Goded, Varela) auf einen „Aufstand“ (Lift), der die Ordnung wiederherstellen sollte und die Unterstützung der militärischen Einheiten genoss.
Zunächst hatte die Verschwörung wenig Einfluss und war schlecht organisiert. Die Angelegenheit wurde in die Hände von General Sanjurjo gelegt, der als eigentlicher Führer des Putsches bis Juli 1936 galt.
Der ursprüngliche Plan des Aufstands
Der Plan sah die Organisation einer gleichzeitigen Ankündigung in allen wichtigen militärischen Besatzungen vor, wobei Madrid und Barcelona als Schlüsselziele galten. Eine besondere Reserve bildete die Armee Afrikas, die unter dem Kommando von General Franco stand.
Obwohl Sanjurjo als oberster Führer des Aufstands galt und die von ihm 1932 verurteilten Rebellen respektierten, lebte er im Exil in Portugal.
Unterstützung und Finanzierung der Verschwörung
Die militärische Verschwörung sicherte sich die Unterstützung der rechtsgerichteten politischen Kräfte. Diese halfen bei der Schaffung eines Netzwerks ziviler und militärischer Verbindungen, um die Bewegung zu verbreiten und Unterstützung zu suchen.
Es wurden Gelder an mehreren Orten gesammelt und eine erhebliche Summe bereitgestellt. Gleichzeitig suchte man Unterstützung im Ausland und erhielt Hilfe von italienischen Monarchisten, den Carlisten und den Alfonsisten.
Unterschiedliche Ziele der Fraktionen
Gleichzeitig wurden Pläne geschmiedet, die aufständischen Milizen politischer Fraktionen wie der Comunión Tradicionalista, der Falange Española und der JONS einzubeziehen.
Die Pläne der Verschwörer unterschieden sich, sobald der Putsch erfolgreich sein sollte:
- Sanjurjo strebte eine Militärdiktatur an, die er als Beseitigung der „republikanischen“ Diktatur ansah.
- Andere erwarteten nach dem vermeintlichen Sieg der Volksfront zunächst eine Rückkehr zur alten Situation. Es war unklar, ob eine neue Republik oder eine Monarchie entstehen sollte.
- Die Alfonsisten favorisierten die Rückkehr der Monarchie.
- Die Carlisten befürworteten die Errichtung der traditionellen Monarchie.
- Die Faschisten und die Falange wünschten sich ein System nach italienischem Vorbild.
Der Auslöser des Aufstands
Das Verständnis zwischen Sanjurjo und den anderen sah plötzlich anders aus, als es zur Ermordung des monarchistischen Führers Calvo Sotelo am 14. Juli in Madrid kam. Dies war eine Reaktion auf die Ermordung des Leutnants Castillo durch Milizen der Linken.
Allerdings war die Ermordung von Calvo Sotelo nicht der bestimmende Faktor für den Aufstand, da dieser bereits beschlossen war.
Beginn des Bürgerkriegs
Der Aufstand begann am 17. Juli in Marokko und verbreitete sich am folgenden Tag über die gesamte Halbinsel. Damit begann ein Bürgerkrieg, der drei Jahre dauern sollte.