Der Begriff der Freiheit: Verantwortung und Gemeinwohl
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Der Begriff der Freiheit
Freiheit definiert die Kraft, die eigenen Handlungen zu lenken und zu beherrschen. Sie ist die Fähigkeit, sich Ziele zu setzen und sich durch Selbstkontrolle als Mensch selbst zu regieren. Hierbei kommen zwei höhere Seelenvermögen ins Spiel: Intelligenz und freies Handeln.
Man wählt das, was zuvor durch die Intelligenz erkannt wurde. Bevor ein Mensch eine absichtliche Entscheidung trifft, lässt er die verschiedenen Möglichkeiten mit ihren unterschiedlichen Vor- und Nachteilen im Geist zirkulieren. Die Entscheidung ist das Urteil über diese mental abgewogenen Möglichkeiten. Ich entscheide mich, wenn ich eine der Möglichkeiten wähle, nachdem ich sie geprüft habe. Niemand zwingt mich dazu: Ich bin es, der aus dem Bereich des Möglichen handelt.
Menschsein und Freiheit
Mensch zu sein bedeutet, frei zu sein. Es gibt eine physische Freiheit, die gleichbedeutend mit Freizügigkeit ist – das Kommen und Gehen, das Auf- und Absteigen oder das Tun verschiedener Dinge. Aber die Wurzel der Freiheit liegt im Willen, und freiwillige Maßnahmen sind vor allem eine innere Entscheidung.
Der Mensch wählt seinen eigenen Weg (seine eigene „Zeitung“), gestaltet ihn mit persönlichen Nuancen und führt ihn mit der gleichen Freiheit aus, mit der er konzipiert wurde. So schreitet der Mensch fort und erschafft seine eigene Geschichte.
Frei zu sein bedeutet jedoch nicht, unabhängig zu sein. Eine menschliche Einschränkung besteht darin, dass jede Wahl auch einen Verzicht in sich birgt.
Freiheit und Verantwortung
Jede freie Handlung ist auf ein Subjekt zurückzuführen. Daher muss der Handelnde für seine Taten verantwortlich sein. Die Handlung gehört zum Akteur, denn ohne ihn wäre sie nicht eingetreten. Da der Agent den Zweck seiner Handlungen selbst wählt, ist er am besten in der Lage, Erklärungen dazu abzugeben.
Freiheit und Verantwortung sind zwei untrennbare, parallele Konzepte. Es wird oft gesagt, dass der Freiheitsstatue ein Gegenstück fehlt: die Statue der Verantwortung. Auch die soziale Verantwortung hängt stark von den äußeren Umständen ab.
Sich gegenüber einem „großen unsichtbaren Zeugen“ verantwortlich zu fühlen, ist das, was den Menschen dazu bringt, seine Lebenssituation mit Bedeutung zu füllen und ihr einen persönlichen Sinn zu verleihen.
Das gemeinsame Gut
Eine isolierte menschliche Existenz ist unmöglich. Deshalb existiert die Gesellschaft: eine Gruppe von Menschen, deren Einheit durch ein gemeinsames Ziel – die gegenseitige Hilfe – definiert wird. Da wir alle an diesem Vorhaben mitwirken müssen, können wir diesen Zweck als gut anerkennen.
Elemente einer funktionierenden Gesellschaft
- Materieller Wohlstand: Die Sicherung von Lebensmitteln, Kleidung und Wohnung, wofür Völker in ihrer Geschichte täglich friedlich oder dramatisch gekämpft haben.
- Der Friede: Hierbei ist nicht nur der individuelle, sondern der soziale Friede gemeint. Er ist die spontane Folge des Wunsches der Menschen, ein gemeinsames Interesse zu verfolgen.
Denn ohne Frieden ist das Erste, was verloren geht, die Beständigkeit der Gemeinschaft.