Der Begriff der Natur und die menschliche Kultur
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Der Begriff der Natur und das Wesen des Seins
Der Begriff der Natur bezieht sich in erster Näherung auf alle Wesen und Formen des Universums. Er umfasst alles, was nicht durch den Menschen künstlich erschaffen wurde. Eine zweite Bedeutung des Wortes Natur bezieht sich auf das Wesensmerkmal des Seins und unterscheidet dieses von anderen natürlichen Gegebenheiten.
Menschliche Natur und die Stufen des Lebendigen
In der Hierarchie der Natur stehen träge Wesen auf der untersten Stufe. Im Gegensatz dazu besitzen Lebewesen ein inneres Prinzip der Bewegung, das als konstitutives Prinzip fungiert. Diese Einheitlichkeit bedeutet Immanenz, was bedeutet, dass das Lebensprinzip auch nach einer Aktion im Wesen verbleibt.
Nach Aristoteles besitzt das Leben verschiedene Fakultäten:
- Vegetativ: Die nahrhafte Funktion.
- Sensitiv: Die empfindungsfähige Ebene.
- Intellektiv: Die geistige Ebene.
Aristoteles stellt deutliche Unterschiede zwischen Menschen und anderen Lebewesen fest. Der Mensch kann die Welt intellektuell durch die Sprache erfassen. Während Tiere zwar Kommunikationsmittel besitzen, verfügen sie nicht über geistiges Erkenntnisvermögen.
Besondere Merkmale des Menschen
Der Mensch nimmt eine Sonderstellung in der Natur ein, die durch folgende Punkte charakterisiert ist:
- Der Mensch kann die Natur verändern und an seine Bedürfnisse anpassen, indem er wissenschaftliche Erkenntnisse technisch anwendet.
- Menschen sind in der Lage, die Wirklichkeit durch emotionale Kompetenz zu begreifen.
- Der Mensch ist ein metaphysisches Wesen; er weiß um sein Wissen, leidet und ist sich dieses Leidens bewusst.
- Die körperliche Manifestation des Menschen eröffnet ihm endlose Möglichkeiten.
Kurz gesagt: Der Mensch ist Teil der Natur, doch seine spezifischen Eigenschaften heben ihn in seiner Art und Weise essenziell von anderen Dingen und Wesen ab.
Die kulturelle Tatsache und gesellschaftliche Vielfalt
Kultur ist kein isoliertes Ereignis, sondern existiert innerhalb eines spezifischen Sozialmodells. Kultur und Gesellschaft nähren einander; eine Gesellschaft ohne Kultur ist ebenso wenig denkbar wie eine Kultur ohne Gesellschaft. Dieses Verhältnis gibt Anlass zu einer pluralen Vielfalt an Möglichkeiten.
Kulturelle Pluralität und philosophische Reflexion
Eine vollständige Homogenität der Kultur scheint nicht möglich zu sein, da Kultur immer an einen konkreten Raum und eine konkrete Zeit gebunden ist. Diese Differenzierung ist ein positives Element, um die Identität einer Kultur sowie die Pluralität und Vielfalt zu erhalten. Kulturelle Mischungen und friedliche Koexistenz zeugen von der Offenheit des Menschen. Dennoch werfen die aus der kulturellen Vielfalt resultierenden Probleme Fragen auf, die dringend einer philosophischen Reflexion bedürfen.