Begriffe der Französischen Revolution und Industrialisierung

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Bürgerliches Gesetzbuch (Code Napoléon)

Der Code Napoléon wurde 1804 von Napoleon erlassen. Er ist ein revolutionärer Kodex, der wichtige Errungenschaften der Revolution sicherte: Gleichheit vor dem Gesetz, Freiheit, Eigentum und die Trennung von Kirche und Staat.

Verfassungsgebende Versammlung

Die verfassungsgebende Versammlung war eine Körperschaft mit der Aufgabe, staatliche Institutionen zu schaffen und mit öffentlichen Befugnissen auszustatten. Sie herrschte in Frankreich von 1789 bis 1791, schaffte den Feudalismus ab und verfasste die Erklärung der Rechte des Menschen und des Bürgers.

Verfassung

Die Verfassung ist das Grundgesetz, das das Funktionieren staatlicher Institutionen regelt und die Rechte und Freiheiten der Bürger auflistet. Alle Gesetze müssen mit der Verfassung übereinstimmen. Zu den ersten geschriebenen Verfassungen zählen die der USA (1787) und Frankreich (1791).

Heilige Allianz

Die Heilige Allianz war ein Bündnis, das die Mitglieder verpflichtete, einander beizustehen, wenn eines der Mitgliedsländer bedroht wurde. Es wurde von Österreich, Preußen und Russland beim Wiener Kongress begründet.

Restauration

Restauration bezeichnet die Epoche, in der die Siegermächte Napoleons in Europa die politische und soziale Ordnung vor der Französischen Revolution wiederherstellten. Sie führte zu einem Wiederaufleben des Absolutismus und reicht etwa von 1815 bis 1848; ihr Beginn ist mit dem Wiener Kongress verbunden.

Politischer Liberalismus

Der politische Liberalismus ist eine Ideologie, die individuelle Rechte, Rechtsstaatlichkeit und die Beschränkung staatlicher Macht betont. In seinen frühen Phasen wurde er teilweise im Untergrund und von Geheimgesellschaften getragen; sein Einfluss spiegelt sich in vielen Verfassungen des 19. Jahrhunderts wider.

Nationalismus

Nationalismus ist eine politische Ideologie, die die Nation als grundlegende Einheit des sozialen Lebens betrachtet — eine Gemeinschaft mit eigener Kultur, Geschichte, Sprache oder gemeinsamen Merkmalen. Ziel des Nationalismus ist oft die Bildung oder Erhaltung eines eigenen Staates bzw. einer nationalen Regierung.

Industrielle Revolution

Die Industrielle Revolution ist ein Prozess, der in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts begann. Es handelte sich um eine langsame, aber tiefgreifende Veränderung, die Industrie, andere Wirtschaftssektoren und alle gesellschaftlichen Gruppen beeinflusste.

Norfolk-System

Das Norfolk-System ist ein landwirtschaftliches System, das die Brachwirtschaft beseitigte und Fruchtfolge einführte. Stattdessen wurden beispielsweise Rüben angebaut, und es wurde mehr Futter für das Vieh produziert.

Landwirtschaftliche Revolution

Die landwirtschaftliche Revolution beschreibt Veränderungen in England, die die Art und Weise des Ackerbaus und der Landbewirtschaftung grundlegend veränderten.

Kapitalgesellschaft (Corporation)

Bei einer Kapitalgesellschaft (Corporation) ist das Kapital in Einheiten, sogenannte Aktien, aufgeteilt. Aktionäre verteilen Vor- und Nachteile entsprechend der Anzahl ihrer gehaltenen Aktien.

Wirtschaftsliberalismus

Der Wirtschaftsliberalismus war die dominierende ökonomische Lehre in dieser Phase des Kapitalismus. Er betonte Ziele wie individuellen Nutzen, Privateigentum, freie Märkte und den freien Wettbewerb zwischen Unternehmen.

Börsen und Aktienmärkte

Auf den Börsen oder Aktienmärkten wurden Unternehmen bewertet; Aktien wurden gekauft und verkauft. Diese Märkte ermöglichten neue Formen der Kapitalbildung und -verteilung.

Arbeiterbewegung

Die Arbeiterbewegung umfasst eine Reihe von kollektiven Aktionen und Klagen von Arbeitnehmern, die darauf abzielten, ihre wirtschaftliche und politische Lage zu verbessern. Zu ihren Errungenschaften gehörte die Gründung von Gewerkschaften und gegenseitigen Hilfsgesellschaften.

Romantik

Die Romantik entstand in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts als Reaktion auf den Klassizismus. Sie betonte die Vorherrschaft der Imagination, Kreativität und Fantasie. Die Bewegung war nicht homogen; man unterscheidet u. a. die historische Romantik und romantische Strömungen mit traditionell-liberalen Zügen.

Realismus

Der Realismus entwickelte sich zwischen der Revolution von 1848 und 1870 und manifestierte sich vor allem in der Malerei. Sein Hauptmerkmal war die Orientierung an der Wirklichkeit; er versuchte, möglichst objektiv darzustellen. Wichtige Themen waren Landschafts- und Historienmalerei. Der Realismus wurde teils als retrospektiv betrachtet und verstand sich als Gegenbewegung zu früheren ästhetischen Strömungen.

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