Beiträge der Linguistik zum Fremdsprachenunterricht

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1. Beiträge der Linguistik zum Fremdsprachenunterricht

1.1. Was ist Sprache? Sprache als *Ergon* und *Energeia*

Platon: Sprache war eine Kopie der Wirklichkeit.

Aristoteles: Sprache hat einen konventionellen Ursprung.

F. Saussure: Überzeugung, dass Sprache als Form analysiert werden kann und auf bestimmte Gesetze reagiert. "Sprache ist eine Darstellung und nicht eine Substanz."

1.2. Funktionale linguistische Theorie (*Strukturalismus*)

Funktionale Untersuchungsmethode (Suche nach und Isolierung von minimalen Einheiten) in der Sprache. Distributionalismus: Verteilungsanalyse basierend auf der Möglichkeit, die gesprochene Kette in reguläre Einheiten zu unterteilen.

1.3. Chomskys Sprachkonzept: Sprache als menschliche Fähigkeit

Chomsky stellt die Bedeutung des Individuums in der Sprachkonzeption wieder her. Es ist die Person, die Sprache jedes Mal erfindet und erschafft, wenn sie sie benutzt. Dies ist dank der Existenz spezifischer angeborener Strukturen möglich, die für den Menschen charakteristisch sind (d. h. universelle Konstanten oder "Universalgrammatik").

1.4. Sprache als Mittel der Kommunikation und Interaktion

Ein anderer Weg, Kommunikation zu begreifen. Dieser langsame Prozess wird mit Beiträgen aus folgenden Bereichen initiiert:

  • Peirces Zeichentheorie (Zeichen waren dreidimensional).
  • Die Theorie der Äußerung und Analyse von Sprache (*"Ein Zeichen ist für eine bestimmte Person ... aber ... in einer bestimmten Situation."*)
  • Soziolinguistik (externe Variablen sollten auch in die linguistische Analyse einbezogen werden: Alter, soziale Klasse usw.).
  • Pragmatismus: *"How to do things with words"* (1962).

1.5. Der Begriff der Kommunikation und der kommunikativen Kompetenz

Die Idee der kommunikativen Kompetenz ist das Ergebnis einer Konvergenz zwischen Chomskys Vorstellungen und soziolinguistischen Untersuchungen in einer Kommunikationssituation.

Dell Hymes: "Das gemeinsame Wissen von Grammatikregeln und ihren Gebrauchsregeln" (1972).

Widdowson: Nutzung und Verwendung sind nicht ein und dasselbe.

M. Canale und M. Swain (1980) erwähnten eine dreifache Kompetenz: grammatische, soziolinguistische und strategische Kompetenz.

D. Coste (1978) schlägt die Unterscheidung zwischen sprachlichen, textuellen, referentiellen und situativen Komponenten vor.

Sophie Moirand (1982) nannte vier Teilkomponenten: sprachliche, diskursive, referentielle und soziokulturelle.

Um kommunikative Kompetenz zu erreichen, sind die folgenden fünf Teilkompetenzen notwendig: sprachliche, soziolinguistische, diskursive, referentielle und strategische Kompetenz.

2. Der Prozess des Erlernens sprachwissenschaftlichen Wissens

2.1. Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen dem Erwerb einer Erstsprache und einer Fremdsprache

Wie wird Sprache produziert? Historisch gesehen gibt es zwei wesentliche Lerntheorien: angeborene Ideen und Erfahrung.

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