Benito Mussolini und der Aufstieg des Faschismus in Italien
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Die Entstehung des Faschismus in Italien (1919)
Im März 1919 wurde in Mailand die Vereinigung ehemaliger Kämpfer gegründet, aus der die Partei des Faschismus hervorging. Der Begriff „Faschismus“ leitet sich vom italienischen Wort fasce (oder fascio) ab, was Gruppe oder Bund bedeutet.
Mussolini und der Kampf gegen den Kommunismus
Der selbsternannte Duce (Führer) Benito Mussolini nahm in seine Reihen Menschen jeglicher politischer Ideologie auf, solange sie entschlossen waren, gegen den Kommunismus zu kämpfen. Militärische Organisationen begannen einen heftigen Kampf gegen den Kommunismus.
Im Jahr 1921 war die Faschistische Partei weit verbreitet und in der Abgeordnetenkammer vertreten. Mussolini wurde in Mailand gewählt.
Der Marsch auf Rom und die Machtübernahme (1922)
Im Oktober 1922 organisierten Hunderte von „Schwarzhemden“ (das Erkennungszeichen der Faschisten) in Neapel einen Marsch auf Rom, eine Revolution gegen die Regierung. In der Hauptstadt besetzten sie die wichtigsten Regierungsgebäude.
Angesichts des Ernstes der Lage beauftragte König Viktor Emanuel III. Mussolini, die Regierung zu übernehmen und eine neue Regierung zu organisieren.
Die Errichtung der Diktatur
Als Inhaber der Macht löste Mussolini das Parlament auf und verbot alle Parteien außer seiner eigenen. Politische Gegner wurden verfolgt oder mussten emigrieren.
- Er gab dem König nur eine bloß symbolische Autorität und errichtete eine Diktatur.
- Er berief den Faschistischen Großrat ein, um ihn in öffentlichen Angelegenheiten zu beraten.
- Die staatliche Autorität war absolut. Die Bürger hatten keine Rechte, sondern waren gezwungen, ihre Verpflichtungen strikt zu erfüllen.
Wirtschaftliche und soziale Maßnahmen
Das faschistische Regime reduzierte den Analphabetismus. Es wurden zahlreiche öffentliche Bauten (Gebäude, Straßen) durchgeführt, Sümpfe trockengelegt und die Industrie gefördert. Die Erträge landwirtschaftlicher Flächen wurden durch die Anwendung neuer Verfahren gesteigert.
Die Bevölkerung musste hohe Steuern tragen, um die Bildung einer mächtigen Armee zu finanzieren.
Außenpolitik und Expansion
Im Jahr 1935 ordnete Mussolini die Eroberung Äthiopiens an und besetzte dessen Hauptstadt (Addis Abeba). Der äthiopische Kaiser Haile Selassie wurde vertrieben. König Viktor Emanuel III. von Italien erhielt die äthiopische Kaiserkrone.
Im Jahr 1939 wurde ein politisches und militärisches Bündnis mit Deutschland geschlossen, die sogenannte „Achse Berlin-Rom“.