Benito Pérez Galdós und Clarín — Spanische Romane des 19. Jahrhunderts

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Benito Pérez Galdós — Leben und Werk

Galdós. Er wurde in Las Palmas de Gran Canaria geboren. Von sehr jung lebte er in Madrid, widmete sich der Literatur und wurde in die Königliche Spanische Akademie gewählt. Seine Kandidatur für den Nobelpreis wurde durch den Widerstand der konservativen Spanier behindert.

Romangruppen und frühe Werke

Galdós' Romane lassen sich in folgende Gruppen einteilen. Erste Romane: Galdós verbirgt nicht seine Sympathie für die liberalen Spanier. Beispiele sind: La Fontana de Oro, Doña Perfecta, Gloria, Marianela, La familia de León Roch.

Zeitgenössische Romane

Zu den zeitgenössischen spanischen Romanen gehören Fortunata y Jacinta, die das soziale Leben Madrids zur jeweiligen Zeit darstellen. Es ist die beste galdósianische Aufnahme von Umgebungen und Typen, mit meisterhafter Verwendung der Dialoge. Neben realistischen und naturalistischen Elementen enthält Galdós' Werk auch Erinnerungen, Träume, Fantasie, Wahnsinn und Symbole.

Spätere Romane und Erzählverfahren

Spätere Romane: Das Interesse Galdós', neue Ausdruckswege zu suchen, manifestiert sich. Aus dieser Zeit stammen Werke wie La incógnita, "Reality", "Krieg", "Anguel" und Tristana. In allen zeigt sich die Erprobung ursprünglicher Erzählverfahren.

Episodios Nacionales

Es gibt 46 Romane, geordnet in fünf Serien von je zehn Episoden, mit Ausnahme der letzten Serie, die unvollendet ist und nur sechs Episoden enthält. Sie rekonstruieren in neuer Form die Geschichte des neunzehnten Jahrhunderts.

Clarín (Leopoldo Alas) — Leben und Werk

Clarín. Geboren in Zamora, verbrachte er den größten Teil seines Lebens in Oviedo, zunächst als Schüler und dann als Professor für Rechtswissenschaften. Er war einer der intellektuell bestvorbereiteten Köpfe seiner Zeit.

Werk und Gattungen

Er schrieb nur zwei Romane: La Regenta und Su único hijo (»Sein einziger Sohn«), einige Novellen und etwas mehr als hundert Erzählungen. Die Erzählungen sind überwiegend satirisch oder nachdenklich.

La Regenta — Analyse

La Regenta ist ein außergewöhnlicher Roman, der von einer Frau erzählt, die durch Ehebruch frustriert ist. Die eigentliche Hauptfigur des Romans ist die provinziell geprägte Gesellschaft, die Clarín dazu nutzt, die Kleinlichkeit des Spaniens der Restaurationszeit zu zeigen. Als naturalistischer Roman ist der Einfluss der Umwelt auf die Figuren sehr wichtig: sowohl die äußere Umgebung als auch das unmittelbare Umfeld. Es gibt zwei wesentliche Merkmale der Umgebung der Figuren: Langeweile und Lust.

Su único hijo — Analyse

Su único hijo handelt vom Leben in einer kleinen, frustrierten Provinzhauptstadt; die Beziehungen zwischen den Figuren und die Bestandteile des gesellschaftlichen Lebens verorten die Handlung in einer streng beurteilten, fremden Umgebung. Clarín porträtiert die Moral dieser Gesellschaft, deren Eigenschaften Selbstsucht, Habgier, Betrug, Heuchelei und Lügen sind; die Figuren leben in absoluter Einsamkeit.

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