Bernat Metge: Leben, Werk und Bedeutung des Humanisten

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Bernat Metge: Ein katalanischer Humanist des Mittelalters

Bernat Metge wurde in Barcelona geboren, wo er im Umfeld von Ärzten und Apothekern aufwuchs. Sein Vater, ein angesehener Höfling, starb früh. Seine Mutter heiratete daraufhin Ferrer Sayol, der als Gerichtsschreiber und Protonotar tätig war. Metge erhielt eine umfassende Bildung, insbesondere in Latein, gefördert durch Ferrer Sayol, der ihn in die Welt der Buchstaben und die königliche Karriere einführte. Dank des Ansehens seines Stiefvaters erhielt Bernat Metge Zugang zum Posten des königlichen Sekretärs unter König Johann I. Seine Liebe zum Wissen machte ihn zu einem Prototyp des Humanisten. König Johann schätzte ihn als Lehrer und Vertrauten, was ihm jedoch Neid und Vorwürfe der Veruntreuung öffentlicher Gelder einbrachte, die nie bewiesen wurden. Nach dem plötzlichen Tod Johanns im Jahr 1396 wurde ein Verfahren gegen achtunddreißig königliche Kanzler eingeleitet, darunter Bernat Metge, dem man vorwarf, den König schlecht beraten und Bestechungen angenommen zu haben. Die Ankläger beschuldigten ihn sogar, die königliche Seele zu verdammen, da er nicht für die notwendige geistliche Unterstützung gesorgt habe, um den ewigen Frieden zu sichern. Bernat Metge wurde inhaftiert und verteidigte sich gegen diese Anschuldigungen.

Im Jahr 1398 sprach Johanns Bruder alle Verfolgten frei, sodass sie ihre königlichen Ämter wieder ausüben konnten. Während der Regierungszeit von Martin von Aragon (Johann's Bruder) diente Bernat Metge als Botschafter. Nach dem Tod des Königs zog er sich aus dem öffentlichen Leben zurück und starb 1413 in Barcelona.

Werke von Bernat Metge

Verse

  • Predica: Eine Parodie auf mittelalterliche Predigten.
  • Medizin: Entstanden während der Haft, in der er die Ungerechtigkeit seiner Inhaftierung und sein Vertrauen in eine baldige Beilegung des Rechtsstreits zum Ausdruck brachte.

Prosa

  • Walter und Griselda: Bedeutend für die Einführung Petrarcas auf der Iberischen Halbinsel. Es handelt sich um eine Übersetzung eines Briefes Petrarcas, adressiert an die Tochter eines königlichen Schatzmeisters.
  • Die Apologie: Unvollendet.
  • Lo Somni: Eine Skizze des Werkes Lo Somni.

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