Betriebswirtschaft: Stilllegungsregeln und Angebotskurven

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Analyse von Fixkosten und Produktionsverlusten

Wir betrachten ein Szenario, in dem die Fixkosten die Produktionskosten beeinflussen. Hierbei sinken die durchschnittlichen Gesamtkosten (ATC), jedoch haben sie keinen Einfluss auf die Kurven der durchschnittlichen variablen Kosten (AVC) oder die Grenzkosten (CM). Bei einem Ausgangspegel q* und einem Preis P, der unter den durchschnittlichen Kosten liegt, misst das Segment AB den durchschnittlichen Verlust pro Produktionseinheit. Das Rechteck ABCD stellt somit den Totalverlust dar.

Da die Fixkosten vorhanden sind, gilt: AVC < ATC. Das Unternehmen erzielt Verluste und sollte eine Stilllegung in Betracht ziehen. Wenn keine versunkenen Kosten (Sunk Costs) vorliegen, entsprechen die durchschnittlichen wirtschaftlichen Kosten den ATC. In diesem Fall sollte das Unternehmen schließen, um das Kapital anderweitig zu investieren oder bei verbesserter wirtschaftlicher Lage wieder in die Industrie einzusteigen. Wenn der Preis für das Produkt unter den ATC beim gewinnmaximierenden Produktionsniveau liegt, ist eine Schließung zu prüfen.

Stilllegungsregel

Ein Unternehmen sollte den Betrieb einstellen, wenn der Preis des Produkts kleiner ist als die durchschnittlichen ökonomischen Produktionskosten beim gewinnmaximierenden Ausgangspegel. Die Stilllegungsregel hängt vom Grad der Wiedererlangbarkeit der Fixkosten (CF) ab:

  • 100 % der CF sind uneinbringlich: P < AVC
  • Teilweise Wiedererlangbarkeit (z. B. 60 %): P < AVC + 0,4 * AFC
  • CF sind vollständig erstattungsfähig: P < ATC

Die Angebotskurve des Unternehmens

Das Ergebnis zeigt die angebotene Menge bei verschiedenen Preisen:

  • Wenn P = P1, dann gilt P1 = CM, wobei q = q1.
  • Wenn P = P2, gilt ein entsprechendes Verhältnis.

Die Angebotskurve verläuft aufgrund abnehmender Erträge beim variablen Faktor nach oben. Steigende Produktpreise machen zusätzliche Produktion profitabel und erhöhen den Gesamtertrag. Ändert sich der Preis, passt sich das Produktionsniveau so an, dass die Grenzkosten der Produktion dem Preis entsprechen.

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