Bewusstseinszustände, Lernen und Gedächtnis erklärt

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Merkmale veränderter Bewusstseinszustände

Zu den Merkmalen veränderter Bewusstseinszustände gehören unter anderem:

  • Veränderungen im Zeitempfinden
  • Verwirrtes Denken
  • Unkontrollierte emotionale Ausdrucksformen
  • Veränderungen des Körperbildes
  • Wahrnehmungsstörungen

Schlaf und seine Phasen

Schlaf kann durch verschiedene Reize ausgelöst werden. Der Schlafprozess unterteilt sich in vier NREM-Phasen (Non-REM). Nach dem Durchlaufen dieser Phasen wird der Schlaf leichter, und etwa 40 bis 80 Minuten nach dem Einschlafen beginnt die REM-Phase, in der das Träumen am wahrscheinlichsten ist.

Schlafentzug führt zu physiologischen Symptomen wie zitternden Händen, Doppelbildern und einer niedrigen Schmerzgrenze. Kinder benötigen mehr Schlaf als Erwachsene. Zu den Schlafstörungen zählen:

  • Narkolepsie
  • Schlafapnoe
  • Insomnie
  • Nachtschreck
  • Schlafwandeln
  • Somniloquie (Sprechen im Schlaf)
  • Alpträume

Hypnose

Hypnose ist ein Zustand hoher Suggestibilität und Empfänglichkeit für äußere Einflüsse. Symptome bei hypnotisierten Personen können sein:

  • Starre
  • Verlust der willentlichen Kontrolle
  • Halluzinationen
  • Amnesie
  • Unfähigkeit, Schmerz zu empfinden

Grundlagen des Lernens

Lernen ist eine relativ dauerhafte Veränderung im Verhalten, die eine Zunahme an Kenntnissen, Fähigkeiten oder Erfahrungen widerspiegelt. Nicht als Lernen gelten Veränderungen durch Medikamente, Müdigkeit, Reifung oder Krankheit.

Formen des Lernens

  • Gewöhnung (Habituation): Ein Organismus reagiert nicht mehr auf einen Reiz, an den er sich gewöhnt hat.
  • Kognitives Lernen: Fokus auf Denkprozesse.
  • Konditionierung: Ein konditionierter Reiz führt automatisch zu einer unbedingten Reaktion.
  • Abergläubisches Verhalten: Tritt auf, wenn ein Organismus durch Zufall verstärkt wird.

Bestrafung

Bei der Bestrafung folgt auf ein Verhalten ein unangenehmes Ereignis, um die Reaktion zu reduzieren. Die Wirksamkeit hängt von zeitlichen Faktoren, Kohärenz und dem Vorhandensein alternativer Verhaltensweisen ab.

Das Gedächtnis

Das Gedächtnis arbeitet in vier Schritten: Wahrnehmung, Codierung, Speicherung und Wiederherstellung. Es gibt drei Arten des Gedächtnisses:

  • Sensorisches Gedächtnis
  • Kurzzeitgedächtnis (Arbeitsgedächtnis): Begrenzte Kapazität, Informationen verschwinden nach ca. 20 Sekunden.
  • Langzeitgedächtnis: Scheinbar unbegrenzte Kapazität.

Die Effektivität der Wiederherstellung hängt von der Art der Speicherung ab. Je mehr Assoziationen zwischen neuem Wissen und bereits vorhandenem Wissen gebildet werden, desto besser ist die Erinnerung.

Gedächtnisphänomene und Störungen

  • Spitze-der-Zunge-Phänomen: Ein Problem bei der Wiederherstellung, bei dem man sich nicht an bestimmte Informationen erinnern kann, obwohl man weiß, dass man sie besitzt.
  • Stimmungsabhängiges Gedächtnis: Die Beziehung zwischen Stimmung und Erinnerung.
  • Interferenzen: Proaktive Interferenz (altes Wissen stört neues) und retroaktive Interferenz (neues Wissen stört altes).
  • Mnemotechniken: Gedächtnisstützen für außergewöhnliche Speicherleistungen.
  • Amnesie: Ein allgemeiner Begriff für verschiedene Gedächtnisstörungen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich die hypnotisierte Person in einem Bewusstseinszustand befindet, der sich deutlich vom normalen Wachzustand unterscheidet.

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