Bildung eines Ozeans: Plattentektonik und Meeresboden

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Artikel 11: Bildung eines Ozeans

Unter dem Druck des heißen Materials steigt dieses Material auf und hebt die Lithosphäre an. Die Spannung an der Oberfläche führt zur Bildung einer zentralen Senke (Central Valley, Rissbildung). Berechnungen zeigen, dass sich die Spalte mit Magma erweitert und ozeanische Lithosphäre erstarrt: Wenn dieser Prozess fortgesetzt wird, kann sich ein Meer bilden.

Globale Synthese: Ozean und Plattentektonik

Aus einer globalen Synthese von Ozean und Plattentektonik lassen sich die Bewegungen der Kontinente und Ozeane sowie die Herkunft vulkanischer Rücken, Erdbeben und Hotspots ableiten. Die Lithosphäre ist in viele starre Fragmente gegliedert, die als Lithosphärenplatten bezeichnet werden und eine Dicke von etwa 50 bis 200 km aufweisen.

Bewegungsursachen der Lithosphärenplatten

Die Bewegungen der Lithosphärenplatten über dem plastischen oberen Mantel (Asthenosphäre) werden durch thermische Energie aus dem Erdinneren, durch Gravitationskräfte und durch Mantelkonvektion verursacht. Diese thermische Energie im Inneren der Erde bewegt die Lithosphärenplatten vor allem durch turbulente Strömungen der Mantelkonvektion. Die Schwerkraft beeinflusst die Platten auf zwei wichtigen Wegen: einerseits wird die ozeanische Platte am Rücken nach oben geschoben (ridge push), andererseits zieht das Absinken einer Platte in Subduktionszonen die Platte in die Tiefe (slab pull). Durch das Abtauchen erhöht sich der Druck und die Dichte im Mantel, wodurch Randstreifen subduziert werden. Insgesamt wirkt die Anziehungskraft entlang der Ränder und zieht die Lithosphärenplatten an ihren Grenzen.

Die Lithosphäre und Plattengrenzen

Die Lithosphäre ist die äußere Schicht der Erde; sie ist geklüftet und in einzelne Stücke unterteilt, die man Platten nennt. Die Grenze zwischen zwei Platten wird als Plattengrenze bezeichnet. Es gibt drei Haupttypen von Plattengrenzen:

  • Divergente Grenzen (Rücken): Eine Plattengrenze, an der neue ozeanische Lithosphäre erzeugt wird, wenn Material aus der Tiefe der Erde aufsteigt.
  • Konvergente Grenzen (Subduktionszonen): Eine Plattengrenze, an der Lithosphäre zerstört wird; eine Platte taucht unter die andere. Diese Prozesse können Erdbeben, Vulkanismus und starke Wärmeentwicklung verursachen.
  • Transformstörungen: Eine Plattengrenze, an der weder Lithosphäre erzeugt noch vernichtet wird; stattdessen verschieben sich Platten seitlich zueinander.

Altersverteilung des Meeresbodens und Sedimentdicke

Alters-Meeresboden: Die Basalte am ozeanischen Rücken sind relativ jung; mit zunehmender Entfernung vom Rücken steigt das Alter der ozeanischen Kruste und Gesteine können Millionen von Jahren alt sein. Die Dicke der Sedimente steht in direktem Zusammenhang mit dem Alter des Meeresbodens: Je weiter man sich vom Rücken entfernt, desto größer ist in der Regel die Sedimentdicke.

Zusammenfassung: Durch das Aufsteigen heißen Mantelmaterials, die Bildung neuer Lithosphäre an Rücken, das Absinken in Subduktionszonen und die seitliche Bewegung an Transformstörungen entsteht und verändert sich der Ozeanboden kontinuierlich. Diese Prozesse erklären die Bildung eines Ozeans sowie die Bewegung und Entwicklung der Lithosphärenplatten im Laufe der Erdgeschichte.

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