BitTorrent-Downloads beschleunigen: Tipps für mehr Speed

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Von Axel Marazzi am 24.02.2010 um 16:45 Uhr

Wie diejenigen unter Ihnen, die ALT1040 schon seit einiger Zeit folgen, wissen, bin ich ein großer Fan von Downloads über BitTorrent (ja, das könnte alle Rapidshare-Nutzer „töten“). Ich bin mir bewusst, dass viele Leute nicht genau wissen, wie dieses Netzwerk zu nutzen ist. Während der Start einiger Downloads so einfach wie das Universum ist, verhält es sich nicht ganz so wie beim berühmten alten eMule oder Kazaa, wo man einfach eine Anwendung öffnet, den Finder nutzt, eingibt, was man möchte, und per Doppelklick den Download startet.

Grundlagen des BitTorrent-Protokolls

Obwohl dieses Protokoll schon lange von uns verwendet wird, gibt es zu viele Endanwender, die es nicht verstehen oder frustriert sind, weil ein Torrent nicht die gewünschte Geschwindigkeit erreicht. Um das zu ändern, ist es eigentlich sehr einfach: Man muss wissen, wo man suchen muss, was die gefundenen Dateien bedeuten und wie man den Client richtig konfiguriert.

Die Wahl des richtigen BitTorrent-Clients

Zunächst müssen Sie einen Client herunterladen. Wenn Sie Windows nutzen, empfehle ich Ihnen uTorrent. Wenn Sie einen Mac verwenden, sind uTorrent oder Transmission gute Optionen. Für Linux-Nutzer bietet sich Vuze an (früher bekannt als Azureus), eine Java-basierte Anwendung. Sobald Sie eines dieser Programme installiert haben, müssen Sie nur noch die Torrent-Datei herunterladen (ich erkläre unten, wo) und sie in den Client laden. So einfach startet der Download von Inhalten.

Was ist BitTorrent eigentlich?

Für diejenigen, die noch keine Vorstellung von BitTorrent haben: Es handelt sich um ein Peer-to-Peer-Protokoll, das von Bram Cohen (auch bekannt als der „Jesus“ der Dateifreigabe) entwickelt wurde, um Dateien intelligenter zu teilen. Benutzer verbinden sich über einen Server, den sogenannten Tracker. Dieser Server ist für die Vermittlung der Übertragung verantwortlich, hostet jedoch selbst keine Dateien. Die Dateien liegen bei den Benutzern, die die Daten untereinander übertragen.

Öffentliche vs. private Tracker

Es gibt zwei Arten von Trackern (Servern): öffentliche und private. Bei öffentlichen Trackern ist keine Anmeldung erforderlich, um Torrents herunterzuladen, während dies bei privaten Trackern notwendig ist. Der Unterschied liegt in der Geschwindigkeit: Bei privaten Trackern erreichen die Übertragungsraten in 95 % der Fälle das Maximum Ihrer Verbindung. Bei öffentlichen Trackern ist das nicht immer der Fall, und die Geschwindigkeit kann oft schlechter sein, als man es sich wünscht.

Seeds und Peers: Die richtige Datei wählen

Um den richtigen Torrent auszuwählen, müssen Sie nur zwei Dinge beachten: die Seeds und die Peers. Seeds sind alle Benutzer, welche die komplette Datei besitzen und diese teilen. Peers sind diejenigen, die die Datei gleichzeitig herunterladen und teilen. Wenn eine Datei 350 Peers (Leute, die laden) und nur 10 Seeds (Leute, die bereitstellen) hat, wird der Transfer natürlich extrem langsam sein – in diesem Fall findet man die Datei besser auf Rapidshare.

Mein Rat: Besuchen Sie Ihre bevorzugte Torrent-Seite (wie The Pirate Bay, Kick Ass Torrents, IsoHunt, Demonoid, Torrentz, btjunkie etc.), suchen Sie die Datei und sortieren Sie die Ergebnisse nach der Anzahl der Seeds. Je mehr Seeds und je weniger Peers, desto besser ist die Download-Geschwindigkeit.

ISP-Drosselung und Verschlüsselung

Obwohl wir gerne glauben würden, dass unsere Internetanbieter (ISPs) nur unser Bestes wollen, wissen wir (frei nach Gregory House): „Jeder lügt“. ISPs schränken BitTorrent-Downloads oft heimlich ein. Daher ist es ratsam, den Datenausgang und -eingang zu verschlüsseln. Jeder anständige Client (uTorrent, BitComet, Transmission, Azureus etc.) bietet diese Option in den Einstellungen an. Dies verbessert die Downloads, da der ISP nicht mehr einfach erkennen kann, welches Protokoll Sie verwenden.

Port-Freigabe am Router

Dieser letzte Schritt ist etwas komplizierter, aber essenziell. Sie müssen sicherstellen, dass der vom BitTorrent-Client verwendete Port an Ihrem Router geöffnet ist. Ein geschlossener Port verlangsamt die Downloads erheblich, da die Verbindung zu anderen Seeds und Peers eingeschränkt wird. Die meisten Clients zeigen dies in der Statusleiste an (oft ein grüner Kreis für „gut“, rot oder gelb für „schlecht“). Sie können auch Webseiten wie Can You See Me oder DynDNS nutzen, um Ihren Port zu prüfen.

Hilfe bei der Router-Konfiguration

Wenn Ihr Port geschlossen ist, müssen Sie ihn im Router aktivieren. Die beste Anlaufstelle hierfür ist die Seite Port Forward. Dort wählen Sie Ihre Marke und Ihr Modell aus und erhalten eine Schritt-für-Schritt-Anleitung. Es ist keine unmögliche Aufgabe, kann aber im Detail etwas knifflig sein.

Happy and fast torrenting!

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