Bituminöse Bindemittel, Mischungen und Behandlungen

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Bewässerung der Primer

Die Bewässerung der Primer: Die Anwendung eines bindemittelhaltigen Bitumens auf einer bituminösen Schicht erfolgt nicht durch eine Abdeckung; daraufhin bleibt das bituminöse Material erhalten. Der trockene Natursand hat eine einheitliche Körnung. Vor dem Auflegen von Bitumen sollte der Untergrund mit Oberflächenwasser angefeuchtet, aber nicht durchnässt werden. Danach wird eine Schicht aus Asphaltagglomerat, genannt Bewässerungsschicht, ausgebracht.

Bewässerung der Haftung

Die Bewässerung der Haftung: Die Anwendung einer Schicht eines bituminösen Bindemittels erfolgt vor dem Auftrag eines weiteren Belags oder Untergrundes. Früher wurde hierfür heißes Bitumen eingesetzt. Heute werden wirbelschichtige Bitumenemulsionen verwendet.

Oberflächenbehandlungen

Oberflächenbehandlungen: Die Anwendung eines bituminösen Bindemittels auf einer Oberfläche erfolgt durch das Ausbringen und Verdichten einer Schicht des vorgesehenen Materials. Sie erfolgt auf einer festen Grundlage, die aus verdichtetem Granulat gebildet wurde. Man unterscheidet Monoschichten, bei denen eine dünne Schicht Bitumen aufgebracht und ein Stein auf dem Asphalt befestigt wird, und Multischichten, die durch mehrere dieser überlappenden Lagen entstehen. Ziel ist es, Abdichtung und Widerstand gegen Erosion zu bieten.

Bituminöser Macadam (viskoses Bindemittel)

Bituminöser Macadam — Eindringen mit viskosem Bindemittel: Dies ist die Anwendung eines bituminösen Bindemittels auf eine dicke Schicht von verdichtetem, trockenem, einheitlich gekörntem Material. Das Bindemittel dringt durch die Schwerkraft in die trockene Schicht ein und verteilt sich; eine Schicht feiner Aggregate wird bei der Verdichtung in die Hohlräume gedrängt, sodass das Bindemittel zwischen den Körnungen wirksam bleibt.

Bituminöser Macadam (flüssiges Bindemittel)

Bituminöser Macadam — Eindringen von flüssigem Bindemittel: Die Anwendung einer bituminösen Flüssigkeit auf eine dicke Schicht von verdichtetem, trockenem, einheitlich gekörntem Material, dessen Oberfläche feine Poren aufweist, die durch eine weitere Bindemittelanwendung gefüllt werden.

Bituminöse Gülle

Bituminöse Gülle: Diese Mischungen sind bituminöse Mörtel feinkörniger, dichter oder flüssiger Konsistenz, hergestellt mit Zuschlagstoffen und Asphaltemulsionen. Der Zweck besteht in der Abdichtung, der Angleichung/Standardisierung der Oberfläche sowie im Schutz poröser Beläge gegen Alterung.

Bituminöse Mischungen

Bituminöse Mischungen: Diese sind ähnlich wie Beton, wobei das Bindemittel Bitumen ist. Sie können kalt oder heiß gemischt werden. Bei Kalteinmischungen werden Bindemittel und Zuschlagstoffe ohne Erwärmung verbunden; die Verarbeitung erfolgt bei Raumtemperatur. Bei Heißmischungen werden die bituminösen Bestandteile vor dem Mischen erwärmt. Auftrag und Verdichtung erfolgen dann bei einer Temperatur über der Umgebungstemperatur. Die Temperatur sollte überwacht werden, da zu hohe Temperaturen zu Verbrennungen führen können. Es gibt verschiedene Typen: offen, grobporig (dick), halb-dicht und dicht.

Mischungen für Kanalisation

Mischungen Kanalisation: Diese Mischungen sind entwässernde Bitumenmischungen mit dem Hauptziel, eine große Anzahl miteinander verbundener Hohlräume zu bilden, die das Regenwasser eindringen und ableiten; so kann das Wasser in Bereiche außerhalb der Fahrbahn kontrolliert abgeleitet werden.

Wirbelschicht-Bitumen

Wirbelschicht-Bitumen (Kürzungen): Dies sind Mischungen aus Penetrationsbitumen mit Lösungsmitteln, die mit flüchtigen Kohlenwasserstoffen wie Benzin oder Kerosin kompatibel sind. Diese Lösungsmittel dienen dazu, das Eindringen des Bindemittels zu fördern; während der Aushärtung verdunsten sie, sodass das Bitumen die Aggregate bindet.

Bitumenemulsion

Bitumenemulsion: Sie sind feine Mischungen zweier nicht miteinander mischbarer Flüssigkeiten, wobei eine in sehr kleine Tröpfchen in der anderen verteilt ist. Die disperse Phase ist Bitumen, die kontinuierliche Phase ist Wasser. Die Viskosität hängt vom Bitumen und vom Wasseranteil ab. Wenn die Emulsion erhitzt wird, bleibt das Bitumen dispergiert; beim Abkühlen können die Partikel koagulieren und die Emulsion kann brechen. Um dies zu verhindern, werden Emulgatoren eingesetzt, die die Bitumenpartikel stabilisieren und so die Koagulation verhindern.

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