Bodenentwicklung und Ökosystemdynamik

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Bodenentwicklung: Bildung und Zerstörung

Böden entwickeln sich ständig. Während der Bodenbildung wird Material durch Erosion abgetragen. Grundsätzlich gilt:

  1. Wenn die bodenbildenden Prozesse überwiegen, werden die Böden dicker, jedoch nicht unbegrenzt. Im oberen Bereich sammeln sich Pflanzenreste an, die von Zersetzern abgebaut werden. Im unteren Bereich zerfällt das Gestein.
  2. Wenn die Bodenerosion überwiegt, nimmt die Dicke des Bodens ab. Manchmal wird das Muttergestein freigelegt, und der Prozess der Bodenbildung beginnt von Neuem.

Menschlicher Einfluss auf Böden

Bestimmte menschliche Aktivitäten können Böden schädigen und zerstören, indem sie deren Qualität und Fruchtbarkeit verringern. Dazu gehören:

  1. Entwaldung oder Waldrodung (für Holzgewinnung oder Landwirtschaft): Dies fördert die Erosion.
  2. Übermäßige Ausbeutung der Böden durch intensive Landwirtschaft und der übermäßige Einsatz von Düngemitteln, die den Boden verunreinigen.
  3. Überweidung, die den Boden ungeschützt lässt.

Fluss von Materie und Energie im Ökosystem

Die Materie zirkuliert in einem Kreislauf: Anorganische Stoffe werden von Produzenten (Pflanzen) in organische Stoffe umgewandelt. Diese organische Substanz wird von Pflanzenfressern konsumiert und gelangt so in die Nahrungskette. Durch die Zersetzung toter Materie entstehen wieder anorganische Stoffe, die von den Produzenten wiederverwendet werden können.

Die Energie kommt von der Sonne. Pflanzen wandeln die Sonnenenergie in chemische Energie um, die in organischen Verbindungen gespeichert wird. Beim Übergang von einer trophischen Ebene zur nächsten wird ein Teil dieser Energie durch Atmung freigesetzt und geht als Wärme an die Umgebung verloren. Letztendlich wird die gesamte chemische Energie in Wärmeenergie umgewandelt.

Wie wird die Energie im Ökosystem gemessen?

  • Biomasse: Die Menge an organischer Substanz in einem Individuum, einer trophischen Ebene oder einem Ökosystem. Sie wird in Gramm, Kilogramm oder Tonnen pro Flächen- oder Volumeneinheit gemessen.
  • Produktion: Die Zunahme der Biomasse pro Zeiteinheit.
    • Nettoprimärproduktion: Die Zunahme der Biomasse der Produzenten.
    • Nettosekundärproduktion: Die Zunahme der Biomasse der Konsumenten.
    • Effektive Produktion eines Ökosystems: Die Zunahme der Biomasse eines Ökosystems über einen bestimmten Zeitraum.

Periodische Veränderungen (Rhythmen)

  1. Tagesrhythmen: Organismen ändern ihre Ruhe- und Aktivitätszeiten je nach Tageszeit (tagaktiv, nachtaktiv, dämmerungsaktiv).
  2. Saisonale Rhythmen: Das Verhalten von Organismen wird durch die Jahreszeiten beeinflusst (z. B. Laubfall, Blütezeit).
  3. Gezeitenrhythmen: Der Wechsel von Ebbe und Flut beeinflusst die Küstenorganismen.

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