Brandschutz: Feuerlöscher, Hydranten, BIE & Brandmeldeanlagen – Vorschriften und Wartung
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Feuerlöscher: Lage, Kennzeichnung und Wartung
Lage: Auf jeder Etage, neben der Ausgabe und in der Nähe der Punkte mit dem größten Risiko. Der Abstand zwischen ihnen beträgt 15 Meter. Sie müssen einen schnellen und einfachen Zugriff ermöglichen.
Kennzeichnung und Schutz: Feuerlöscher sollten mit einer Sterne-Kennzeichnung versehen sein. Installationen im Freien sind zu schützen.
Wartung: Jährliche Wartung ist erforderlich.
Montagehöhe: Höhe 1,7 m gemäß Brandschutzbestimmungen.
Relevante Vorschriften und Klassifikationen
- CIE – Technische Bauordnung (relevante Vorschriften beachten).
- RSCIEI – Klassifizierung für die Industrie (Risikoeinteilung: hoch, mittel, niedrig).
Hydranten und BIE (Brandschutz-Installationen)
Hydranten / BIE sind Teil der manuellen Brandbekämpfung.
Verbindung zur Wasserversorgung: sollte unabhängig von der normalen Wasserversorgung ausgelegt sein (separate Versorgung/Netzwerk). Hydranten sind ausgestattet mit:
- c1: Ventil
- c2: manguera (Schlauch)
- c3: Startvorrichtung (Start)
Arten von Schläuchen
- BIE25: Länge 25 m, Durchmesser 25 mm. Abwickeln von allen: Nein. Können von jeder Person benutzt werden: Ja.
- BIE45: Länge 45 m, Durchmesser 45 mm. Vollständiges Abrollen: Ja. Kann nicht von einer einzelnen Person bedient werden; in der Regel werden zwei Personen benötigt. In Fabriken dürfen nur autorisierte Personen bedienen.
Betriebs- und Einbaukriterien für BIE
- Die Trennung zwischen BIEs darf maximal 50 m betragen.
- Die maximale Entfernung von jedem Punkt zur nächsten BIE: 25 m.
- Das Zentrum einer BIE sollte sich bis maximal 5 m vom nächsten Ausgang befinden; Ausgänge müssen leicht zugänglich sein (max. 5 m).
- Mindestdruck: üblicherweise 1 bis 2 bar.
- Besondere Anforderungen gelten für Krankenhäuser (immer besondere Anforderungen).
Flächen- und Personenbezogene Anforderungen
- Verwaltungs- und Lehrgebäude: relevante Anforderungen ab >2000 m².
- Wohngebäude: relevante Anforderungen ab >1000 m² oder >50 Personen.
- Parkplätze / Abstellen von Fahrzeugen: ab >30 Fahrzeuge.
- Wohnverbünde / Siedlungen: Prüfung ab >500 Personen/Einheiten.
- Einzelhandel: relevante Anforderungen ab >500 m².
- Bei hoher Gefährdung (hohes Risiko) sind zusätzliche Maßnahmen erforderlich.
Brandklassen und Systeme
Brandklassen: A, B, C, D (entsprechende Löschmittel und Maßnahmen wählen).
Risikobewertung (RSCIEI): hoch, mittel, niedrig – entsprechend sind Systeme und Schutzmaßnahmen auszulegen.
Brandmelde- und Alarmanlagen: Komponenten und Funktion
- Zentrale / Steuergerät: Zentrale Komponente, die Signale von Detektoren, Alarmtastern etc. empfängt und optische sowie akustische Alarmsignale ausgibt.
- Branddetektor: Eine Komponente, die einen Sensor enthält, der physikalische Phänomene erkennt, die auf einen Brand hinweisen.
- Alarmgeber / Alarmknopf: Manuell auslösbare Komponente (Alarmtaster) für die manuelle Alarmierung.
- Tongeber: Elemente, die ein akustisches Alarmsignal erzeugen; manuell oder automatisch steuerbar.
- Alarmübertragungsgerät: Gerät, das ein Alarmsignal aus der Zentrale an die zentralen Alarm-Empfänger (z. B. CRA) sendet.
- Automatischer Schutz: Automatische Löschsysteme zur Brandbekämpfung, z. B. Sprinkleranlagen.
- Fehlermeldungs-/Übermittlungsgerät: Gerät, das den Zustand von Brandschutzkomponenten überprüft und Fehler an die zentrale Steuerung überträgt.
- Signalübermittlung an zentrale Empfangsstelle: Bei Eingang der Benachrichtigung (z. B. CRA) können geeignete Maßnahmen zur Bekämpfung des Feuers eingeleitet werden.
- Quelle / Kosten: Installationskosten und Komponentenaufwand sind zu berücksichtigen; die Auswahl der Komponenten richtet sich nach dem Einsatzzweck und dem allgemeinen Brandschutzkonzept.
Konventionelle vs. adressierbare (analoge) Brandmeldesysteme
- Konventionelle Systeme: Arbeiten zonenweise; Detektoren innerhalb einer Zone sind nicht einzeln identifizierbar. Der Alarm zeigt nur die betroffene Zone an.
- Adressierbare (analoge) Systeme: Jeder Detektor hat eine Adresse; Aufnahme und Übertragung (Punkte 5, 7, 8) erlauben die genaue Identifikation des auslösenden Detektors und seiner Position.
Hinweise zur Fehlerbehebung und Instandhaltung
- Überprüfen Sie regelmäßig den Zustand aller Brandschutzkomponenten.
- Fehler oder Störungen sind an die zentrale Steuerung zu melden und zu beheben.
- Dokumentation von Installation, Wartung und Prüfungen ist notwendig.
Zusammenfassung
Dieses Dokument fasst zentrale Anforderungen zusammen: Lage und Wartung von Feuerlöschern, Hydranten und BIE, erforderliche Abstände und Druckwerte, flächen- und personenbezogene Grenzwerte sowie die Komponenten und Unterschiede von Brandmeldeanlagen. Beachten Sie stets die jeweils gültigen lokalen Vorschriften (z. B. CIE Technische Bauordnung, RSCIEI) und lassen Sie Planung, Installation und Wartung von Fachkräften durchführen.