Byzantinische Kunst: Architektur, Mosaike und Macht

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Byzantinische Mosaike und die kaiserliche Macht

Die byzantinische Kunst mit ihren Mosaiken und Gemälden forderte die Auskleidung der Tempelwände mit Mosaiken. Dies diente nicht nur dazu, die Schlichtheit der Baumaterialien zu verbergen, sondern fungierte auch als Mittel zum Ausdruck der religiösen und halbgöttlichen Natur der kaiserlichen Macht.

Der Begriff des Cäsaropapismus

Cäsaropapismus ist ein Begriff, der sich auf die politischen und religiösen Beziehungen zwischen Kirche und Staat bezieht. Er beschreibt die Vereinigung der politischen und religiösen Macht in einer einzigen Person.

Drei Hauptmerkmale der byzantinischen Architektur

  • Verwendung vielfältiger Materialien wie Stein und Ziegel für den Außenbau sowie Mosaike für den Innenraum, Rundbögen und klassische Säulen als Tragelemente.
  • Die systematische Nutzung gewölbter Decken, insbesondere der Kuppel auf Pendentifs (sphärischen Dreiecken). Diese ermöglichten den Übergang vom quadratischen Grundriss zur kreisförmigen Kuppel. Die halbkugelförmigen Kuppeln wurden aus konzentrischen Ziegelreihen mit abnehmendem Radius errichtet, außen mit Mörtel verstärkt und als symbolisches Abbild des göttlichen Kosmos konzipiert.
  • Die Dekoration der Kapitelle: Es gab verschiedene Arten, wie das vom römischen theodosianischen Stil abgeleitete Kapitell des 4. Jahrhunderts. Dieses entwickelte sich aus dem korinthischen Stil hin zu tief gebohrten, nestartigen Formen. Eine weitere Variante war das Würfelkapitell mit flachen Reliefs.

Ikonografie in der ersten Phase (6. Jahrhundert)

In der ersten Phase der byzantinischen Kunst waren die zentralen ikonografischen Themen die Christologie und Mariologie, welche das Leben, Leiden und den Tod Christi sowie das Leben der Jungfrau Maria behandelten.

Ein zentrales Thema war die „Deesis“, die Darstellung von Christus, flankiert von der Jungfrau Maria und Johannes dem Täufer. Zudem wurde die schmerzensreiche Jungfrau mit dem Kind dargestellt, oft mit charakteristisch vergrößerten Augen.

Die erhaltene byzantinische Kunst umfasst meist erzählende Darstellungen, Andachtsbilder sowie Porträts von Kaisern.

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