Chemische Bindungen: Metallbindung, Kovalente Bindung und Salzbrücke einfach erklärt
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Chemische Bindungen im Überblick
Metallische Bindung: Eigenschaften und Struktur
Entstehung der Metallbindung
Eine metallische Bindung entsteht nicht durch Ionenbindung (da Atome gleicher Elemente beteiligt sind) und auch nicht durch kovalente Bindung (da keine Elektronen zum vollständigen Aufbau der Valenzschale beigesteuert werden müssen).
Eigenschaften der Metallbindung
- Valenzelektronen: Die Valenzelektronen werden freigesetzt.
- Ionenbildung: Es entstehen positiv geladene Ionen (Atomrümpfe).
- Struktur: Die positiven Ionen sind geometrisch in einem Netzwerk organisiert.
- Elektronenwolke: Die Valenzelektronen bilden eine frei bewegliche Elektronenwolke um die positiven Ionen.
- Stabilisierung: Die Wechselwirkung zwischen den positiven Ionen und der Elektronenwolke stabilisiert den Kristall.
- Flexibilität: Die Bindung zwischen den Ionen ist nicht starr und nicht zu stark, sodass die Schichten positiver Ionen übereinander gleiten können.
Formen des Metallgitters
Typische Formen sind:
- Kubisch
- Hexagonal
Lewis-Modell der Kovalente Bindung
Definition der kovalenten Bindung
Das Lewis-Modell beschreibt die kovalente Bindung als die Vereinigung zweier Atome durch den Austausch von einem oder mehreren Elektronenpaaren. Dieser Austausch bedeutet, dass die geteilten Elektronen sowohl zum Atom gehören, das sie beigesteuert hat, als auch zum anderen Atom.
Ziel der Bindung
Jedes Atom erreicht durch diesen Elektronenaustausch die Edelgaskonfiguration, indem es seine Valenzelektronen durch die Beiträge der anderen Atome verstärkt.
Ergebnis
Moleküle entstehen durch diese Bindungsbildung.
Salzbrücke (Ionische Bindung)
Definition
Die Salzbrücke (ionische Bindung) ist die Anziehung, die aus elektrostatischen Kräften zwischen positiven und negativen Ionen resultiert und zur Bildung eines Ionengitters führt.
Valenzstrukturtheorie (VB-Theorie)
Bedingungen für kovalente Bindung
Für die Bildung einer kovalenten Bindung zwischen zwei Atomen müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:
- Jedes Atom muss ein Atomorbital besitzen, das mit einem einzelnen Elektron besetzt ist (halbbesetztes Orbital).
- Die Elektronen in diesen beiden Orbitalen müssen entgegengesetzte Spins (antiparallel) aufweisen.
Entstehung und Stabilität
Die kovalente Bindung entsteht, wenn zwei dieser halbbesetzten Orbitale überlappen. Dadurch bilden sie ein gemeinsames, besetztes Orbital, in dem die beiden Elektronen gepaart sind. Die anderen Orbitale bleiben unberührt.
Je größer die Überlappung der halbbesetzten Orbitale, desto größer ist die Stabilität der kovalenten Bindung.