Christlicher Glaube, soziale Ungleichheit und die Kirche

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Der christliche Glaube: Eine persönliche Erfahrung

Der christliche Glaube ist die persönliche Hingabe an Christus, an den wir in seiner Seinsweise glauben, und das Vertrauen in seine Beziehung zu uns. Der Glaube ist eine zutiefst persönliche Erfahrung.

Phasen des Glaubensprozesses:

  1. Suche: Der Wunsch, Jesus zu finden.
  2. Entdeckung: Seinen Lehren zuhören und den Wunsch haben, ihn zu erfahren.
  3. Beitritt: Petrus antwortet Jesus freiwillig und tut, was er sagt.
  4. Untreue/Zweifel: Gott in schwierigen Zeiten verleugnen, aus Angst vor dem, was andere sagen könnten.
  5. Hingabe: Sich verpflichten, Jesus bis zum Ende zu folgen.
  6. Integration: Sich in die Gemeinschaft der Gläubigen, die Kirche, integrieren.

Die Welten dieser Welt: Die aktuelle Situation

In einer globalisierten Welt ist die Verarmung des Südens eng mit dem Überfluss des Nordens verbunden. Diese Ungleichheit basiert oft auf der Ausbeutung und Enteignung natürlicher Ressourcen. Es gibt verschiedene Formen von Armut: Analphabetismus, Ausbeutung, soziale, politische und religiöse Unterdrückung usw. In Entwicklungsländern gibt es gesellschaftliche Gruppen, die ausgebeutet werden oder unter Marginalisierung leiden. Unter all diesen Gruppen sind Kinder, die Opfer von sexueller Ausbeutung, Kinderarbeit usw. werden, besonders betroffen. Neben Kindern leiden auch andere Gruppen unter Ausgrenzung, wie Einwanderer und Frauen.

Der Grad der Unterernährung ist nicht in allen betroffenen Ländern gleich. Afrika hat viel mehr Einwohner als Europa und ist der Kontinent, auf dem am meisten Hunger herrscht. In Bezug auf die Armut kann man sagen, dass "wir auf dem gleichen Planeten leben, aber nicht in der gleichen Nachbarschaft". Armut geht über Statistiken hinaus: Jedes Jahr sterben 11 Millionen Kinder unter fünf Jahren an vermeidbaren Krankheiten.

Soziale Wurzeln des Problems

Soziale Ungleichheiten, extreme Arbeitszeiten, niedrige Löhne, fehlende Rechte usw. führten zur Entstehung des Proletariats, das mit Proteststreiks ein würdiges Leben forderte. Die Arbeiterklasse reagierte auf die sozialen Ungleichheiten, die im späten 18. Jahrhundert mit dem Aufkommen der großen Fabriken entstanden waren. Arbeiter lebten unter unmenschlichen Bedingungen, mit langen Arbeitszeiten und Mindestlöhnen, ohne Rechte.

Die Antwort der Kirche

Am 15. Mai 1891 veröffentlichte Papst Leo XIII. die Enzyklika Rerum Novarum. Sie war das erste offizielle Dokument der Kirche zu sozialen Fragen und lässt sich in vier wesentlichen Punkten zusammenfassen:

  1. Verteidigung des Privateigentums.
  2. Der Staat muss die Initiative von Einzelpersonen und Unternehmen fördern.
  3. Das Recht des Arbeiters auf ein ausreichendes Gehalt, um ein menschenwürdiges Leben zu führen.
  4. Verurteilung des Klassenkampfes und Anerkennung des Rechts der Arbeiter auf Vereinigungsfreiheit, um ihre Interessen zu verteidigen.

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