Die Computermaus: Typen, Technologie und Anschlussarten

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Die Geschichte der Computermaus

Das erste Modell wurde mithilfe traditioneller Holzbauweise gefertigt und unter dem Namen "XY Position Indicator for a Display System" patentiert. Trotz seines archaischen Erscheinungsbildes ist die grundlegende Funktionsweise bis heute erhalten geblieben. Es hatte eine handliche Form, lag gut in der Hand und besaß zwei Metallräder, die über die Oberfläche rollten und sich entlang zweier Achsen bewegten: eine zur Steuerung der vertikalen Bewegung des Cursors auf dem Bildschirm und die andere für die horizontale Richtung. Es verfügte auch über einen roten Knopf auf der Oberseite.

Überblick: Die verschiedenen Maustypen

Mechanische Mäuse

Mechanische Mäuse besitzen eine große Kugel aus Kunststoff oder Gummi, die sich auf der Oberfläche bewegt. Diese Bewegung wird von zwei internen Rädern (Encodern) erfasst, welche Impulse generieren. Eine Variante ist das Modell, bei dem Honeywell zwei um 90 Grad zueinander geneigte Räder anstelle einer Kugel verwendet. Die interne Schaltung zählt die vom Rad erzeugten Impulse und sendet die Informationen zur Verarbeitung und Interpretation an den Computer.

Optische Mäuse

Der optischen Maus fehlt die Gummikugel, wodurch das häufige Problem der Schmutzansammlung vermieden wird. Sie gilt heute als eine der modernsten und praktischsten Varianten. Optische Mäuse können eine Auflösung von bis zu 800 DPI (Dots per Inch) bieten, was bedeutet, dass sie viele verschiedene Punkte pro 2,54 Zentimeter (ein Zoll) erkennen können, wodurch selbst kleinste Bewegungen erfasst werden. Ihre Funktionsweise basiert auf einem optischen Sensor, der die Oberfläche, auf der sich die Maus befindet, fotografiert. Durch das Erkennen von Veränderungen zwischen aufeinanderfolgenden Bildern wird festgestellt, ob die Maus ihre Position geändert hat.

Wichtig: Auf polierten oder glänzenden Oberflächen kann die Bewegung einer optischen Maus unruhig wirken. Daher ist es ratsam, ein Mauspad oder eine Oberfläche zu verwenden, die nicht zu hell ist und keine bunten Drucke aufweist, welche die vom Sensor zurückgegebenen Lichtinformationen "verwirren" könnten.

Laser-Mäuse

Laser-Mäuse sind empfindlicher und präziser als optische Mäuse und daher besonders beliebt bei Grafikdesignern und Gamern. Sie erkennen ebenfalls Gleitbewegungen auf horizontalen Flächen, jedoch wird der Lichtstrahl der optischen Technologie durch einen Laser ersetzt. Dies ermöglicht eine Auflösung von bis zu 2000 DPI, was zu einer signifikanten Steigerung der Genauigkeit und Empfindlichkeit führt.

Trackball

Das Konzept des Trackballs basiert auf der Idee, dass nur der Mauszeiger bewegt werden muss, nicht das gesamte Gerät. Hierfür ist eine Kugel in das Gehäuse integriert, die mit dem Daumen oder der Handfläche bewegt wird, ohne die Hand oder das Gerät selbst zu verschieben. Dies reduziert den Platzbedarf und den Bewegungsaufwand und kann potenziellen Unterarmschmerzen vorbeugen. Allerdings empfinden manche Nutzer diese Bedienung als weniger komfortabel. Trackballs waren beispielsweise bei der Informatisierung der Seeschifffahrt sehr nützlich.

Anschlussarten

Kabelgebundene Mäuse (Wired)

Kabelgebundene Mäuse sind das populärste und oft günstigere Format. Zusätzliche Funktionen, wie die Nutzung von Lasertechnologie als Bewegungssensor, können den Preis erhöhen. Derzeit werden sie meist mit folgenden Anschlüssen ausgeliefert:

  • USB
  • PS/2

Früher war auch der Anschluss über den seriellen Port verbreitet. Kabelgebundene Mäuse werden oft von erfahrenen Spielern bevorzugt, da die Geschwindigkeit der Datenübertragung zwischen Maus und Computer optimal für Spiele ist, die höchste Präzision erfordern.

Kabellose Mäuse (Wireless)

Bei kabellosen Mäusen fehlt das Verbindungskabel zum Computer. Stattdessen wird eine drahtlose Technologie genutzt. Dies erfordert einen Empfänger, der das von der Maus (meist batteriebetrieben) erzeugte Funksignal empfängt. Der Empfänger wird in der Regel über USB oder PS/2 an den Computer angeschlossen. Bei der verwendeten Funktechnologie lassen sich mehrere Varianten unterscheiden:

  • Radio Frequency (RF) / Funkfrequenz: Dies ist die gängigste und kostengünstigste Technologie. Sie sendet ein Signal auf einer Frequenz von 2,4 GHz (bekannt auch von IEEE 802.11b/g). Sie ist beliebt, da sie wenig anfällig für Verbindungsabbrüche oder Interferenzen mit anderen drahtlosen Systemen ist und eine Reichweite von bis zu 10 Metern bietet.
  • Infrarot (IR): Diese Technologie nutzt Infrarot-Wellen zur Datenübertragung, ähnlich wie Fernbedienungen für Fernseher oder Stereoanlagen. Im Gegensatz zu RF hat sie eine geringere Reichweite (weniger als 3 Meter). Sender und Empfänger benötigen zudem eine ununterbrochene Sichtverbindung, damit das Signal korrekt empfangen wird. Aufgrund dieser Einschränkungen war der Erfolg gering und diese Technologie ist weitgehend vom Markt verschwunden.
  • Bluetooth (BT): Bluetooth (IEEE 802.15.1) ist eine moderne drahtlose Übertragungstechnologie, die auch in anderen Geräten erfolgreich eingesetzt wird. Die Reichweite beträgt etwa 10 Meter (entsprechend dem Bluetooth-Standard Klasse 2).

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