Dantes Göttliche Komödie: Eine Reise durch das Paradies

Eingeordnet in Religion

Geschrieben am in Deutsch mit einer Größe von 4,03 KB

Beatrice fährt mit ihren Vorwürfen fort; Dantes Reue angesichts seiner Untreue wird thematisiert. Der Zug setzt sich wieder in Bewegung. Beatrice, die als Hüterin der Kirche fungiert, spricht eine Reihe von Warnungen an Dante aus und erklärt die Schicksalsschläge, die er und die Kirche erlitten haben. Schließlich bereitet sich Dante auf den Aufstieg zu den Sternen vor.

Das Paradies (Paradiso)

Canto I: Vorwort und Aufstieg ins Paradies

Die Herrlichkeit dessen, der das gesamte Universum durchdringt und bewegt, steht im Zentrum. Dante beschwört Apollo, ihn mit der nötigen Würde zu erfüllen. Während Dante das Paradies bewundert, setzt er seinen Aufstieg fort. Beatrice bemerkt seine Aufmerksamkeit und sagt: "Du sollst dich nicht über das wundern, was ich denke; bewundere vielmehr deinen Aufstieg. Das Größte in dir wäre die Freiheit von Hindernissen, die dich zuvor zurückhielten – so wie die lebendige Flamme auf der Erde stillstehen würde, wäre sie leblos."

Canto II bis V: Der erste Himmel – Der Mond

In dieser Sphäre befinden sich die Seelen, die ihre Gelübde nicht erfüllen konnten. Dante erzählt uns, dass das Wasser sie nie zuvor bedeckt hat; Minerva bläst die Segel auf und Apollo führt sie zu den neun Musen. Er beschreibt das wunderbare Gefühl beim Eintritt in den Mond, den er mit einem Gänseblümchen vergleicht, das ihn in sich aufnimmt. Beatrice erklärt, dass der Mond verschiedene Tugenden besitzt, die sich in den Flecken auf seiner Oberfläche widerspiegeln.

Dante sieht geschwächte Bilder und glaubt zunächst, seine Reise mit Beatrice nicht fortsetzen zu können. Doch sie erklärt ihm, dass dies reale Wesenheiten sind, deren Stimmen versagten. Sie fordert ihn auf, allem zu glauben, was sie ihm sagt, da das wahre Licht verhindert, dass man vom rechten Weg abkommt. Die Seelen befinden sich hier in einem sehr langsamen Bereich. Dante versteht nun, dass das gesamte Paradies im Himmel ist. Er fragt, ob eine gute Tat ein gebrochenes Gelübde ausgleichen kann. Beatrice erwidert, dass ein Opfer nur dann sinnvoll ist, wenn es aus freiem Willen geschieht. Dante begegnet einer glühenden Seele, die in ihrer eigenen Helligkeit verborgen spricht.

Canto VI und VII: Der zweite Himmel – Merkur

Hier weilen die Menschen, die nach Ehre und Ruhm strebten. Es wird über Persönlichkeiten gesprochen, die durch ihre Worte den Glauben an den wahren Gott verbreiteten und Großes vollbrachten. Beatrice erklärt Dante zudem, warum Gott seinen Sohn sandte, um die Menschheit durch sein Opfer vor der Sünde zu bewahren.

Canto VIII und IX: Der dritte Himmel – Venus

In der Sphäre der Venus befinden sich die Seelen der Liebenden. In diesem Himmel wird die Liebe thematisiert. Für Dante erscheint dieser Himmel durch Beatrice noch schöner. Es wird besprochen, dass Kinder oft andere Charaktere als ihre Eltern haben. Wenn der Mensch die Natur als Fundament nutzt, gedeiht er am besten; doch oft wird gegen die Natur gehandelt, indem man Menschen zu Berufen drängt, für die sie nicht bestimmt sind – wie etwa bei Eltern, die nur an materiellen Gewinn denken.

Canto X bis XVI: Der vierte Himmel – Die Sonne

Hier begegnen sie den Seelen der Weisen. Die Welt zeigt die große Weisheit Gottes in der Schöpfung. Die Sonne geht auf, und Beatrice fordert Dante auf, der Sonne für ihre Güte zu danken. In dieser Sphäre sind die Geister besonders lebendig und triumphierend.

Dante beschreibt heilige Lichter, die singen und tanzen. Er ist erfreut über die harmonischen Bewegungen von einer Seite zur anderen. Es wird betont, dass Menschen sich nicht in riskante Studien stürzen sollten. Die Freude und der Glanz nach der Auferstehung des Fleisches werden hervorgehoben: Wenn wir wieder mit unseren Körpern bekleidet sind, wird unsere Person gottgefälliger sein. Wer sein Kreuz auf sich nimmt und Christus folgt, wird das Licht schauen.

Verwandte Einträge: