David Hume und die Aufklärung: Historischer und Philosophischer Kontext

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Historischer Kontext: Aufstieg der Bourgeoisie

Der politische Bereich in Europa war Zeuge der Entstehung des aufgeklärten Monarchen. Dieser Zeitraum erstreckt sich von den Revolutionen in den Niederlanden über den Bürgerkrieg in England bis zur Französischen Revolution, die einen neuen Staat errichtete. Dies drückte die Tatsache aus, dass die wirtschaftliche Macht einer neuen sozialen Klasse, der Bourgeoisie, stark genug war, um die politische und wirtschaftliche Hegemonie zu beanspruchen. Dieser historische Wandel, der in der Renaissance begann, resultierte aus verschiedenen Entdeckungen und vor allem aus der Wissenschaftlichen Revolution.

Soziokultureller Kontext: Das Zeitalter der Aufklärung

Der soziokulturelle Kontext von Humes Leben entwickelte sich während des achtzehnten Jahrhunderts, dem sogenannten Zeitalter der Aufklärung. Dieses war gekennzeichnet durch einen enormen Prozess des sozialen Wandels.

Merkmale der Aufklärung

Das aufgeklärte Denken wandte sich gegen:

  • Mittelalterliche Scholastik
  • Religiösen Fanatismus
  • Metaphysische Spekulation

Gleichzeitig illustrierte es den Deismus. Die Renaissance und die Aufklärung ermöglichten eine Zeit tiefgreifender Störungen und Unruhen auf allen Ebenen. Im Zentrum stand die Entwicklung einer anthropologischen Studie des menschlichen Wissens.

Englands Vormachtstellung

In England etablierte sich die parlamentarische und konstitutionelle Monarchie, und die Bourgeoisie hatte die politische Hegemonie erreicht. England wurde zur ersten kommerziellen Macht, die sich von einem kontinentalen Aufklärungsmodell durch ihr parlamentarisches politisches System und die Konsolidierung der Wissenschaftlichen Revolution unterschied.

Philosophischer Kontext: Humes Skepsis und Empirismus

Der philosophische Kontext von Humes Werk ist geprägt vom grundlegenden Unterschied in der Geschwindigkeit der Ereignisse zwischen der englischen und der französischen Aufklärung, was den Charakter der Skepsis des schottischen Denkers prägte.

Für das aufgeklärte Denken war Religion ein wichtiges Hindernis, da sie als eines der wichtigsten Instrumente galt, um Menschen in Unwissenheit zu halten. Humes philosophische Skepsis entstand in diesem besonderen Kontext und muss im Rahmen der englischen Aufklärung verstanden werden.

Humes philosophische Ziele

Der schottische Denker schlug vor, das Denken auf den gesunden Menschenverstand zu orientieren, um:

  • Religiösen Fanatismus zu bekämpfen.
  • Die Reichweite des Denkens zu begrenzen.
  • Breite Verallgemeinerungen und rein spekulative Annahmen abzulehnen.

Seine Ideen sollten der Praxis dienen und dem sozialen und politischen Zusammenleben eine gewisse Stabilität verleihen. Hume war der Ansicht, dass die Ursachen des englischen Bürgerkriegs in der protestantischen Metaphysik verwurzelt waren. Seine Philosophie wendet sich gegen jede Abstraktion, die über das zivile Alltagsleben hinausgeht.

Hume und der moderne Empirismus

Wir müssen die Bedeutung des modernen philosophischen Empirismus betonen, der in England entstand und dessen Hauptvertreter (im Gegensatz zum Rationalismus) sind:

  • John Locke
  • Francis Bacon
  • George Berkeley
  • David Hume

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