David Humes Kritik an Kausalität und Induktion
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Humes Kritik an der Kausalität
David Hume kritisiert die klassische Vorstellung der Kausalität. Die Naturwissenschaften stehen vor der Herausforderung, dass sie versuchen, durch Induktion den Zufall zu erklären und das Verhältnis zwischen Ereignissen durch kausale Ideen zu bestimmen.
Wissenschaftliche Erkenntnis und Erfahrung
Wissenschaftliche Erkenntnis basiert nicht auf notwendigen logischen Beziehungen, sondern auf der Beobachtung von Phänomenen. Hume argumentiert, dass Kausalität keine Eigenschaft der Dinge selbst ist, sondern eine Idee unseres Geistes, die durch Erfahrung entsteht.
Die Rolle der Gewohnheit
Die Assoziation von Ideen beruht auf zwei Faktoren:
- Gewohnheit: Wir beobachten, dass zwei Phänomene wiederholt in der gleichen Reihenfolge auftreten.
- Überzeugung: Wir entwickeln den Glauben, dass sich diese Verbindung der Erscheinungen notwendigerweise wiederholen wird.
Grenzen der empirischen Wissenschaft
Wissenschaftliches Wissen lässt sich nicht a priori begründen; es ist nicht notwendig, sondern lediglich wahrscheinlich. In den empirischen Wissenschaften (wie der Physik) ist der Schluss von einer Reihe beobachteter Fakten auf ein allgemeines Gesetz ein illegitimer Schritt.
Das Beispiel des Sonnenaufgangs
Niemand kann ein universelles Naturgesetz beweisen. Wenn wir sagen, dass die Sonne morgen aufgehen wird, stützen wir uns auf eine tägliche Wiederholung. Nach Hume ist dies jedoch keine Bestätigung eines allgemein wahren physikalischen Gesetzes, sondern lediglich eine Erwartungshaltung.
Die Existenz der Außenwelt
Hume bleibt radikal: Wir können nicht beweisen, dass eine Realität außerhalb unseres Geistes existiert. Alles, was wir sicher wissen können, ist, dass wir bestimmte Eindrücke und Erfahrungen haben. Die Annahme einer objektiven Welt ist letztlich ein Glaube, der auf unseren mentalen Eindrücken basiert.